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Korruptionsskandal: Weltverband FIFA gerät erneut unter Druck

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Neue Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA

29.11.2010, 15:58 Uhr | dpa, t-online.de, t-online.de, dpa

Korruptionsskandal: Weltverband FIFA gerät erneut unter Druck. Not amused: FIFA-Boss Joseph Blatter. (Foto: imago)

Not amused: FIFA-Boss Joseph Blatter. (Foto: imago)

Die umstrittene Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 gerät immer stärker ins Zwielicht und droht für den Weltverband FIFA zu einem Fiasko zu werden. Nachdem am 18. November bereits die Exekutivmitglieder Reynald Temarii (Tahiti) und Amos Amadu (Nigeria) wegen Verletzung des Ethik-Codes suspendiert wurden, stehen nun drei weitere namhafte Funktionäre aus der Weltregierung des Fußballs unter Korruptionsverdacht.

Zwei südamerikanische Spitzenfunktionäre und ein hochrangiger Offizieller aus Afrika, die über die Gastgeber der WM-Turniere 2018 und 2022 mitabstimmen, sollen nach übereinstimmenden Medienberichten Bestechungsgelder angenommen haben

Exekutivmitglied kassiert angeblich 9,5 Mio. Dollar Bestechungsgeld

Der Züricher "Tagesanzeiger" berichtet, dass das FIFA-Trio in der Vergangenheit von der 2001 bankrottgegangenen Vermarktungsagentur ISL Bestechungsgelder von mehr als zehn Millionen Dollar kassiert haben soll. Allerdings in unterschiedlichem Umfang: Zwei Funktionäre hätten vergleichsweise geringe Summen in Höhe von 600.000 Dollar erhalten. Ein hochrangiges Exekutivmitglied aus Südamerika habe dagegen allein im Zeitraum zwischen dem 10. August 1992 und 28. November 1997 über eine Tarnfirma in Liechtenstein 9,5 Millionen Dollar eingestrichen.

Die FIFA wollte sich nicht zu den neuen Vorwürfen äußern. Eine Verschiebung der WM-Vergabe, die erstmals in der Geschichte gleich für zwei Turniere gilt, erscheint unwahrscheinlich. "Die Ausschreibung war so, und man kann die Ausschreibung nicht mehr rückgängig machen. Du kannst es wieder neu ausschreiben, aber dazu wurde schon viel zu viel Geld investiert. Zum Schluss hat man gesagt, trotz aller Korruptionsvorwürfe einzelner Mitglieder: Wir ziehen das durch", sagte Franz Beckenbauer.Am 2. Dezember werden jetzt beide Weltmeisterschaften entschieden.

Beckenbauer: "Es war ein Fehler, beide Weltmeisterschaften gemeinsam zu vergeben"

Der Kaiser, der sich im Frühjahr 2011 aus der FIFA-Exekutive zurückzieht, kritisierte die doppelte WM-Vergabe. "Es war ein Fehler, beide Weltmeisterschaften gemeinsam zu vergeben. Der Grund war die Planungssicherheit - vielleicht kann man zwei Weltmeisterschaften hintereinander besser vermarkten als eine. Im Nachhinein sind alle der Meinung, dass es ein Fehler war", erklärte Beckenbauer.

Schon 2008 waren beim Strafprozess gegen die ISL Zahlungen an Funktionäre der FIFA, des IOC und weiterer Verbände in Höhe von insgesamt 138 Millionen Euro öffentlich geworden. Die FIFA war damals sehr darum bemüht, einen Korruptionsprozess abzuwenden.

Sport 
FIFA: Bestechungsvorwürfe

Zwei Funktionäre der FIFA sollen Stimmen für künftige Endrunden der WM verkauft haben. zum Video

Englischer TV-Sender kündigt weitere Enthüllungen an

Eine Sendung des englischen Senders BBC konkretisierte die Vorwürfe gegen die drei Funktionäre. Das beschuldigte Trio wollte sich nicht zu den Anschuldigungen äußern.

Die BBC-Enthüllungen sind auf der Insel mit Entsetzen zur Kenntnis genommen worden. Im Mutterland des Fußballs befürchtet man dadurch Nachteile bei der Kandidatur für die WM 2018, um deren Ausrichtung sich auch Spanien/Portugal, Niederland/Belgien und Russland bewerben.

"Das ist natürlich frustrierend. Aber dies ist ein freies Land. Ich denke, die FIFA versteht das", sagte Großbritanniens Premierminister David Cameron. Englands Bewerbungschef Andy Anson warf der BBC sogar ein "unpatriotisches" Verhalten vor, die Sendung so kurz vor der WM-Vergabe am in Zürich auszustrahlen.

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