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WM 2022: Löw sieht die Hitze als großen Gegner

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Löw kennt bereits den größten Gegner

03.12.2010, 15:19 Uhr | dpa, sid, dpa, sid

WM 2022: Löw sieht die Hitze als großen Gegner. Erfahrungswerte: Joachim Löw kennt die Bedingungen in der Wüste aus dem Jahr 2009. (Foto: dpa)

Erfahrungswerte: Joachim Löw kennt die Bedingungen in der Wüste aus dem Jahr 2009. (Foto: dpa)

Für Joachim Löw ist die Vergabe der WM 2022 nach Katar "eine im Moment unglaublich mutige Entscheidung" - den Wüsten-Test hat der Bundestrainer mit seinem Team schon absolviert. Im Juni 2009 bezwang die deutsche Nationalmannschaft bei extremen klimatischen Bedingungen in Dubai die Vereinigten Arabischen Emirate mit 7:2. "Die Spieler haben unter den Temperaturen ganz schön gelitten, obwohl der Gegner nicht der stärkste war", erinnerte sich Teamarzt Tim Meyer an den Ausflug nach Arabien. "Man ist froh, dass man es überstanden hat", kommentierte der Münchner Bastian Schweinsteiger die damalige Strapaze.

"Russland ist eine Fußball-Nation. Aber von Katar bin ich schon überrascht. Ich hätte gedacht, dass Bewerber mit Fußball-Tradition den Zuschlag bekommen", sagte Löw zur umstrittenen Auswahl der WM-Gastgeber für 2018 und 2022. "Auf der anderen Seite erschließt das neue Länder für den Fußball", ergänzte der Bundestrainer. Mit Katar wird erstmals ein arabisches Land die weltbesten Kicker empfangen.

"Großes Problem wird die Hitze sein"

Dass Katar trotz der für den Titelkampf ungewöhnlichen Bedingungen eine gute WM ausrichten kann, steht für den Chefcoach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nicht in Zweifel: "Ich denke, dass es in Sachen Organisation und Stadien ein hervorragendes Turnier wird." So will das Emirat klimatisierte Arenen errichten - bei zu erwartenden Temperaturen von rund 50 Grad Celsius auch dringend nötig. "Eine große Rolle wird die Hitze spielen", meinte daher auch Löw. "Das war schon eine Belastung. Bei 40 Grad zu spielen und zu trainieren, ist schon schwierig", blickte er 18 Monate zurück.

Bei Temperaturen um die 40 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 Prozent war in Dubai, wo ähnliche Bedingungen wie in Katar herrschen, im Freien ein Training erst am späten Abend möglich. Jeder Sprint wurde zum Charaktertest, jede Grätsche zu einer Frage des Willens. "Allein schon Gehen strengt an", schilderte der Ex- Stuttgarter Thomas Hitzlsperger die besondere Herausforderung.

Nationalhymnen fallen aus

Auch sonst war das Erlebnis am Persischen Golf ein ganz besonderes. Von den 7000 Zuschauern im Al-Maktoum-Stadion waren die meisten deutsche Urlauber oder Geschäftsleute. Nur ein paar Dutzend Einheimische hatten sich auf den Rängen versammelt. Die Nationalhymnen fielen aus. Nachdem aus den Lautsprechern nur ein Krächzen gekommen war, sangen die deutschen Anhänger die Hymne ohne musikalische Begleitung.

"Das Land hat wenig mit Fußball zu tun. Stimmung kommt dort bei Spielen nicht auf", sagte Mario Basler. Der Ex-Nationalspieler ließ bei Al-Rayyan Sport-Club von 2003 bis 2004 seine Karriere ausklingen. "In der Regel haben wir vor 800 Besuchern gespielt. Doch ich bin mir sicher, dass sie dort in den nächsten Jahren Einiges auf die Beine stellen werden." Gegenüber dem "Bayerischen Rundfunk" stufte Basler den Fußball aber hinter Kamelreiten und Falknerei ein.

Aufenthalt im Freien nur eingeschränkt möglich

Der wichtigste Punkt werde es sein, "unter welchen Bedingungen Training und Spiele stattfinden. Wenn alles klimatisiert ist, sehe ich aus medizinischer Sicht nicht so ein großes Problem", sagte Mannschaftsarzt Meyer. Bei einem WM-Turnier 2022 in Katar müsse man sich mit den Problemen klimatisierter Räume, zum Beispiel mit der meist sehr trockenen Luft, auseinandersetzen. Ein Aufenthalt im Freien ist nur eingeschränkt möglich - auch für die Fans. "Es ist ja nicht nur die sehr hohe Temperatur allein, sondern auch die direkte Sonneneinstrahlung ist massiv", unterstrich der Teamarzt.

Bei einem bis zu fünfwöchigen Turnier muss natürlich auch die Frage gelöst werden, "welche Auswirkungen es auf das tägliche Miteinander hat, wenn sich eine Mannschaft über einen so langen Zeitraum nur in geschlossenen Räumen aufhält", bemerkte Meyer. Schon im Sommer diesen Jahres war das Teamhotel am Rande von Pretoria von der Außenwelt isoliert gewesen. Zumindest konnte ohne Einschränkungen trainiert werden. Auch deshalb rätselt Löw noch über Katar als WM-Ausrichter: Für die genauen Gründe für den Zuschlag der FIFA würden ihm "im Moment die Hintergründe fehlen".

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