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Beckenbauer für Winter-WM in Katar

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Beckenbauer für Winter-WM in Katar

04.12.2010, 10:26 Uhr | sid, sid

Beckenbauer für Winter-WM in Katar. Franz Beckenbauer spricht sich für eine Winter-WM aus. (Foto: imago)

Franz Beckenbauer spricht sich für eine Winter-WM aus. (Foto: imago)

Franz Beckenbauer hat angesichts der großen Sommer-Hitze im Wüstenstaat Katar vorgeschlagen, die Fußball-WM 2022 im Winter auszutragen. "Ja, warum nicht? Die Spielpläne der großen westeuropäischen Ligen müssten 2022 verändert werden. Das wäre kein allzu gravierender Einschnitt", sagte das FIFA-Exekutivmitglied im Interview mit der "Bild"-Zeitung: "Es wäre eine Alternative dazu, Stadien und Fanzonen mit Riesenaufwand zu klimatisieren." (Video: Harsche Kritik an der FIFA)

Unterstützung erhielt der Kaiser für seine Gedankenspiele aus Leverkusen. "Das hört sich vielleicht zum jetzigen Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich an. Aber es sind natürlich noch zehn Jahre. Ich finde das gar nicht so unrealistisch. Ich finde sogar auch für uns, für die Bundesliga, ist so etwas reizvoll", sagte Bayers Sportdirektor Rudi Völler als Experte bei LIGA total! "Ich bin ja auch einer der Fans davon, im Mai und im Juni zu spielen - und im Moment ist es ja so, dass da pausiert wird in der Bundesliga. Das (eine WM 2022 im Winter, Anmerk. d. Red.) würde ja dann bedeuten, dass auch im Sommer gespielt wird in der Bundesliga. Ich könnte mir das gut vorstellen", fügte Völler hinzu.

Im Sommer bis zu 50 Grad heiß

Die Hitze ist eine der größten Sorgen der Öffentlichkeit nach der umstrittenen Entscheidung des Weltverbandes FIFA, die WM nach Katar zu vergeben. Im Sommer erreichen die Temperaturen dort bis zu 50 Grad. Die Temperaturen sollen laut Planung der Organisatoren in den zwölf neuen Stadien auf 27 Grad heruntergekühlt werden.

"Sie werden das stemmen"

Trotz aller Bedenken appellierte Beckenbauer dafür, dem Gastgeber der Titelkämpfe 2022 "eine faire Chance" zu geben. "Auch bei Südafrika gab es Bedenken, und am Ende haben wir dort eine fantastische WM erlebt." Er sei sich sicher, dass dies auch den Kataris gelingen werde. "Sie werden das stemmen", sagte der 65-Jährige.

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Beckenbauer gab zu: "Es war ein Fehler, an einem Tag über die WM 2018 und 2022 zu entscheiden". Das frühe Aus von Australien und England im ersten Wahlgang habe ihn "erstaunt". Auf welchen Bewerber seine Wahl fiel, wollte Beckenbauer nicht nennen: "Ich verrate doch keine Abstimmungs-Interna".

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