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Sepp Blatter greift England an

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Sepp Blatter greift England an

08.12.2010, 19:02 Uhr | dpa, dpa

Sepp Blatter greift England an . Sepp Blatter wehrt sich gegen Vorwürfe aus England. (Foto: imago)

Sepp Blatter wehrt sich gegen Vorwürfe aus England. (Foto: imago)

Für Sepp Blatter ist England im Zusammenhang mit der WM-Vergabe 2018 und 2022 ein schlechter Verlierer. "Ehrlich gesagt war ich über die Reaktionen und die vielen Klagen aus England überrascht, denn schließlich ist es auch das Mutterland des Fairplay. Nun zeigen sich aber einige als schlechte Verlierer", sagte der Präsident des Internationalen Fußball-Verbandes FIFA.

Zugleich verwehrte sich Blatter noch einmal gegen den Vorwurf der Korruption, der nach der Vergabe der Endrunde 2018 an Russland und 2022 an Katar laut geworden war. "Man kann nicht nach der Vergabe behaupten, das ein oder andere Exekutiv-Mitglied hätte England im Vorfeld seine Stimme versprochen. Die Ergebnisse sind bekannt. Das Ergebnis war klar", sagte Blatter in einem Interview mit dem Schweizer Wochenmagazin "Weltwoche".

Der FIFA-Boss sagte, er könne nicht verstehen, wie sich manche unterlegene Mitbewerber derzeit verhalten. Einige seien offenbar nicht bereit, ihre Fußball-Grenzen zu erweitern. "In einigen Reaktionen spiegelt sich ein wenig die Arroganz der westlichen Welt vor ihrem christlichen Hintergrund wider. Einige können einfach nicht ertragen, wenn andere eine Chance für eine Veränderung erhalten", sagte Blatter und fragte: "Was kann falsch daran sein, wenn wir Fußball in Regionen vergeben, in denen diese Sportart weit mehr bedeutet als eben nur Sport?"

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"Das ist Unsinn"

In England war spekuliert worden, dass man bei der Wahl keine Chance gehabt habe, weil zuvor englische Medien Korruptionsvorwürfe gegen Mitglieder der FIFA-Exekutive erhoben hatten. "Es gibt keine systematische Korruption in der FIFA. Das ist Unsinn", sagte Blatter, der zudem von einer gezielten Kampagne sprach und klarstellte: "Wir sind finanziell sauber und klar." Er machte aber auch deutlich, dass die FIFA nicht so tun könne, als wenn nichts geschehen wäre: "Wir müssen unser Image verbessern und auch einige Dinge innerhalb der FIFA klären."

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