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WM-Vergabe: FIFA-Präsident Joseph Blatter geht in die Offensive

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FIFA-Boss Blatter geht in die Offensive

09.12.2010, 17:56 Uhr | dpa, dpa

WM-Vergabe: FIFA-Präsident Joseph Blatter geht in die Offensive. Geht nach der Dauerkritik in die Gegenoffensive: FIFA-Präsident Joseph Blatter. (Foto: imago)

Geht nach der Dauerkritik in die Gegenoffensive: FIFA-Präsident Joseph Blatter. (Foto: imago)

Der heftig attackierte FIFA-Präsident Joseph Blatter bleibt kämpferisch, hält aber Korrekturen für seinen krisenerprobten Weltverband für unumgänglich. Die umstrittene Doppel-Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ordnete der Schweizer erstmals als Fehler ein. "Doppelvergaben halte ich nicht für sinnvoll", sagte Blatter.

Eine neue Task Force soll das beschädigte FIFA-Image "wieder etwas aufpolieren", eine zweite Arbeitsgruppe "für die Analyse des Spiels und des Wettbewerbs" werde bereits im Januar ihre Arbeit aufnehmen. "Da wird dann alles untersucht, damit der Wettbewerb attraktiv bleibt: das Problem der Technologie, die Drei Punkte-Regel, Elfmeterschießen ja oder nein, und die Frage, ob die Anzahl der Teilnehmer in einem Finalfeld die richtige ist", sagte der 74-Jährige

Blatter sieht seine Präsidentschaft nicht beschädigt

Blatter gefällt sich in der Rolle des Reformers, der scheinbar mühelos zwischen Gutmenschentum und knallhartem Machtkalkül hin- und herspringen kann. Durch die Korruptionsanschuldigungen und kolportierten Mauscheleien habe die FIFA "einige Schläge bekommen", seine eigene Präsidentschaft sieht er durch die herbe Kritik der vergangenen Wochen allerdings nicht beschädigt. "Ich habe noch nie soviel Unterstützung von Verbänden, Klubs und von Spielern bekommen wie in diesen letzten Tagen", behauptete der FIFA-Boss. "Mit Geduld und Stehvermögen" habe er die "turbulenten Wochen" überstanden. Und mit wohldosiertem Schweigen.

Nach wochenlanger Medienschelte ging der mächtige Funktionär jetzt wieder in die Offensive und fuhr einen Konter nach dem andern. Die von Franz Beckenbauer angeregte Verlegung der WM 2022 in Katar in den kühleren Winter schloss er aus: "Die Basisausschreibung spricht gegen eine Winter-WM in Katar. Die Bedingungen waren, dass die WM 2018 und 2022 anhand des bestehenden internationalen Kalenders im Juni, Juli ausgetragen werden muss."

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Russland soll die Fußball-WM 2018 ausrichten. Katar erhält den Zuschlag für 2022. Video

FIFA setzt Expansionspolitik fort

Unter Blatters Regie hat die FIFA die Fußball-Weltkarte neu geordnet. Mit dem Ja-Wort für die WM-Premieren-Gastgeber Russland (2018) und Katar (2022) setzte der Verband seine weltweite Expansionspolitik fort. Sehr zu Blatters Freude sprach sich im Oman IOC-Präsident Jacques Rogge sogar für eine Olympia-Bewerbung aus dem Nahen Osten aus.



Mission und Vision liegen für den Walliser dicht beieinander. "Wir gehen mit der WM jetzt in Gegenden der Welt, wo sie noch nie war. Wir gehen mit der Fußball-WM dorthin, wo sie noch etwas mehr bewegt als nur Kommerz", argumentierte Blatter und lieferte einen Einblick in die nächsten Märkte gleich mit: "Wir müssen in den Raum schauen, in dem der größte Teil der Weltbevölkerung lebt. Und zwei Drittel der Weltbevölkerung oder noch mehr leben in Asien. Und dort haben wir zwei große Subkontinente, in denen 1,2 und 1,4 Milliarden Menschen leben. Indien und China wären neue Märkte." Das WM-Turnier würde sowieso "überall Erfolg" haben.


Blatter: "Ich und Rücktritt?"

Für die große Skepsis und das Misstrauen, mit dem sich die FIFA nach den Bestechungsvorwürfen gegen zahlreiche Mitglieder der Exekutive konfrontiert sah, prangert Blatter vor allem die Presse an. Ein Rücktritt sei aber nie Thema gewesen. "Ich und Rücktritt? Da würde mein Vater aus der Ewigkeit zurückkommen und mir die Leviten lesen und zwei-, dreimal einen Kick geben", so Blatter.

Seine vermeintlichen Konkurrenten, Mohamed Bin Hammam aus Katar und der südkoreanische Milliardär Chung Mong-Joon, die vor geraumer Zeit bereits öffentlich einen FIFA-Präsidenten aus Asien gefordert hatten, verhielten sich nach der kontroversen WM-Entscheidung übrigens auffällig unauffällig. 2011 will sich Blatter zur Wiederwahl als FIFA-Präsident stellen. Noch hat er keinen Gegenkandidaten.

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(Video: Harsche Kritik an der FIFA).

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