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Kreisoberliga: Punkte verloren, Sympathien gewonnen

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Hessen - Amateure  

Punkte verloren, Sympathien gewonnen

10.08.2012, 17:01 Uhr | t-online.de, t-online.de

Kreisoberliga: Punkte verloren, Sympathien gewonnen. Auf Ballhöhe zeigte sich Ex-Profi Mark Schierenberg mit seinem neuen Team, der SG Ueberau. (Foto: imago)

Auf Ballhöhe zeigte sich Ex-Profi Mark Schierenberg mit seinem neuen Team, der SG Ueberau. (Foto: imago)

Verloren – die Spieler von der SG Ueberau dürften sich nach dem Auftakt in der hessischen Kreisoberliga Dieburg/Odenwald aber dennoch als Gewinner fühlen. Warum? Die Mannen um Spielertrainer Mark Schierenberg – einst Profi beim FC Schalke 04 und dem FSV Mainz 05 - hatten sich für Fairplay entschieden und gegen eine Führung. Und so gab es nach einem Bericht des "Darmstädter Echo" im Heimspiel gegen Viktoria Kleestadt, dass die SG letztlich sogar mit 1:2 verlor, zwei kuriose Treffer.

"Es waren vielleicht 15 Minuten gespielt, als der Schiedsrichter in unserer Hälfte einen Schiedsrichterball nach einer Verletzung eines meiner Spieler gab", erinnerte sich Schierenberg an die erste außergewöhnliche Szene der Partie. Eine Szene übrigens, wie sie der Spielertrainer so "noch nie erlebt" hatte.

Über den verdutzen Torwart hinweg

Denn als der Ball wieder freigegeben war, drosch der Ueberauer Cagdas Pektas das Spielgerät in die Kleestädter Hälfte. Die Viktoria sollte wieder in Ballbesitz sein. So wie es nach solchen Situationen im Fußball üblich ist. Nur, der Ball flog und flog. Schließlich sprang er über den verdutzten Viktoria-Torhüter ("Der stand an der Strafraumgrenze") hinweg – ins Tor. 1:0. Ueberau führte. Und dies ungewollt.

"Wir konnten ja nichts dafür"

Was folgte waren Proteste der Gäste aus Kleestadt. "Die waren natürlich wütend. Aber wir konnten da ja eigentlich nichts dafür. Dennoch haben wir uns abgesprochen. Wir wollten einfach dem Fairplay-Gedanken Rechnung tragen", erklärte Schierenberg und ergänzte: "Es war ja noch früh in der Partie. Und ob es 0:0 oder 1:1 steht, war egal." Denn so stand es quasi nach der nächsten Ballberührung.

Christof Stuckert muss sich sogar ducken

Der Kleestädter Dennis Bauer schnappte sich den Ball nach dem Anstoß und durfte ihn unbehelligt ins Ueberauer Tor schießen. SG-Keeper Christof Stuckert musste sich zwar noch ducken. Aber drin war er. 1:1. Dass Bauer kurz vor dem Abpfiff noch zum 2:1 für die Gäste traf, konnte Schierenberg letztlich verkraften. Die Resonanz auf die Geste der Gastgeber wog eben mehr.

Schierenberg: "Viele haben sich bei mir bedankt"

"Viele sind nach der Partie zu mir gekommen, und haben sich für dieses faire Verhalten bedankt. Vor allem Kleestädter. Ich denke, das spricht sich schon rum, wie wir reagiert haben", äußerte sich der 38-Jährige, der mit seiner Mannschaft zwar keine Punkte gewann. Dafür aber jede Menge Sympathien

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