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Blatter: WM-Spiele auch außerhalb Katars möglich

10.12.2010, 15:25 Uhr | dpa, dpa

Blatter: WM-Spiele auch außerhalb Katars möglich. FIFA-Chef Blatter: "Wir öffnen den Fußball einer neuen Welt." (Foto: imago)

FIFA-Chef Blatter: "Wir öffnen den Fußball einer neuen Welt." (Foto: imago)

Der Fußball-Weltverband FIFA erwägt, Spiele der Weltmeisterschaft 2022 außerhalb des Gastgeberlandes Katar auszutragen. So wie der gescheiterte Bewerber Australien Spiele in Neuseeland geplant hatte, könne auch Katar nahegelegene Länder einbeziehen, sagte Präsident Joseph Blatter der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe".

Die nächsten, schon bestehenden Großstadien in der Nähe sind das König-Fahd-Stadion in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad oder die beiden Arenen in Dubai, in denen im Dezember auch die Klub-Weltmeisterschaft stattfindet: das Mohammed-Bin-Zayed-Stadion und Zayed Sports City.

FIFA-Chef: Es geht nicht nur ums Geld

Zudem verteidigte Blatter in der "L'Equipe" erneut die umstrittene Entscheidung, Katar als Ausrichter zu wählen. "Wir öffnen den Fußball einer neuen Welt und einer neuen Kultur. Die islamische Welt umfasst eine Milliarde Menschen", sagte Blatter. Würde es der FIFA nur ums Geld gehen, fügte er hinzu, "hätte die WM an die USA vergeben werden müssen". (Video: Harsche Kritik an der FIFA).

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Russland soll die Fußball-WM 2018 ausrichten. Katar erhält den Zuschlag für 2022. Video

Platini unterstützt Vorschlag einer Winter-WM

Derweil hat UEFA-Präsident Michel Platini eine Verlegung der WM 2022 von Sommer auf Winter begrüßt, die Franz Beckenbauer vorgeschlagen hat. "Warum nicht? Es ist möglich", sagte der Franzose nach einer Sitzung des Exekutivkomitees der Europäischen Fußball-Union in Prag. "Wenn wir über eine WM am Golf im Januar reden, wäre diese sicher einfacher zu spielen als im Juni", sagte Platini.

Nach der Vergabe der WM an das Wüstenemirat war Kritik laut geworden, die Spiele würden bei zu extremer Hitze ausgetragen. Dem entgegnete Platini, dass auch die WM 1994 in den USA bei ähnlichen Temperaturen stattgefunden habe. "In Dallas war es 45 Grad heiß, wenn ich mich nicht irre, und niemand hat die USA damals kritisiert."

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