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Fußball-Wettskandal: Bundesliga-Spiel im Visier?

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Wettbetrüger auf Kaution frei - Bundesliga im Visier?

13.12.2010, 20:03 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Fußball-Wettskandal: Bundesliga-Spiel im Visier?. Kommt der Wettskandal auch in der Bundesliga an? (Foto: imago)

Kommt der Wettskandal auch in der Bundesliga an? (Foto: imago)

Diesmal haben sie sich nicht verzockt: Nach ihren weitreichenden Geständnissen im Fußball-Wettskandal können die ersten beiden Betrüger das Gefängnis wohl noch in dieser Woche verlassen. Das Bochumer Landgericht hat den Angeklagten Nürettin G. und Tuna A. signalisiert, dass sie gegen eine Kaution von 20.000 Euro freikommen. Die Staatsanwaltschaft will der Entlassung nach 13-monatiger Untersuchungshaft zustimmen.

Die Staatsanwaltschaft in Neapel ist unterdessen bei Ermittlungen gegen die italienische Wettmafia wohl auf eine Begegnung aus der Bundesliga gestoßen. Nach einem Bericht der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" taucht in den Akten der Staatsanwaltschaft die Begegnung zwischen dem VfL Bochum und Energie Cottbus (3:2) vom 28. Februar 2009 auf. Ein wegen Wettbetrugs festgenommener Spieler aus Italien habe in einem abgehörten Telefonat damit geprahlt, dass er das Endergebnis des Spiel "eine halbe Stunde vorher schon gewusst habe".

Cottbus will sich nicht an Spekulationen beteiligen

Laut Ermittlungsakten hätten die Wettbetrüger durch Live-Wetten bei dieser Begegnung nach Angaben des festgenommenen Spielers "in 20 Minuten 1,2 Millionen Euro gewonnen". Der Bochumer Siegtreffer fiel in der 79. Minute durch einen Foulelfmeter, Cottbus stieg am Ende der Saison ab. Energie-Präsident Ulrich Lepsch sprach gegenüber der "Lausitzer Rundschau" von einem "ungeheuerlichen Vorwurf". Der Verein wolle sich aber nicht an Spekulationen beteiligen, sondern die Ermittlungen abwarten.

Insgesamt 32 Spiele im Visier der Ermittler

In Bochum stehen im ersten Prozess um den größten Wettskandal im europäischen Fußball vier Angeklagte vor Gericht. Sie sollen 32 Spiele in Deutschland und dem europäischen Ausland manipuliert und hohe Beträge darauf gewettet haben. Insgesamt wird gegen rund 300 Personen ermittelt. Die Wetteinsätze sollen sich laut Staatsanwaltschaft auf zwölf Millionen Euro, die erzielten Gewinne auf 7,5 Millionen Euro belaufen.

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