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Blatter unter Beschuss - Jurist tritt aus FIFA-Ethikkommission zurück

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Blatter unter Beschuss

09.01.2011, 15:02 Uhr | dpa, dpa

Blatter unter Beschuss - Jurist tritt aus FIFA-Ethikkommission zurück. Joseph Blatter gerät wegen der WM-Vergabe der FIFA weiter unter Druck. (Foto: imago)

Joseph Blatter gerät wegen der WM-Vergabe der FIFA weiter unter Druck. (Foto: imago)

Das ist eine schallende Ohrfeige für FIFA-Boss Joseph Blatter: Der ehemalige Bundesgerichtshofs-Präsident Günter Hirsch ist aus der Ethikkommission des Verbandes zurückgetreten - verbunden mit einer deutlichen Kritik an der FIFA.

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"Die Ereignisse der letzten Wochen haben bei mir den Eindruck erweckt und gefestigt, dass die Verantwortlichen der FIFA kein wirkliches Interesse daran haben, eine aktive Rolle bei der Aufklärung, Verfolgung und Vorbeugung von Verstößen gegen das Ethikreglement der FIFA zu spielen", schrieb Hirsch in einem Brief an den Kommissions-Vorsitzenden Claudio Sulser.

Hirsch kritisiert die FIFA-Entscheidungen

Der Jurist kritisierte auch die jüngsten Entscheidungen gegen FIFA-Spitzenfunktionäre im Zusammenhang mit möglichen Schmiergeldern bei der Doppel-Vergabe der WM für 2018 an Russland und 2022 an Katar. Sie würden der Schwere der Verstöße nicht gerecht, befand Hirsch, der mit seiner Entscheidung auch die Position von FIFA-Präsident Blatter weiter schwächen dürfte.

Die FIFA-Ethikkommission sperrte im Vorfeld der WM-Vergabe zwei Exekutivmitglieder. Wegen Verletzungen des Ethikcodes wurde Amos Adamu aus Nigeria für drei Jahre von allen Aktivitäten im Fußball ausgeschlossen, FIFA-Vizepräsident Reynald Temarii aus Tahiti für ein Jahr. Die Medien und viele Fußballexperten stuften die Strafen als zu mild ein.

Hirsch verwies im Zusammenhang mit möglichen Schmiergeldern für FIFA-Funktionäre in seinem Brief vor allem auf die Grundregel in Artikel 3 des Reglements. Diese besagt, "dass die FIFA-Offiziellen zu integrem Verhalten verpflichtet sind und in keinem Fall ihre Funktion für private Zwecke ausnutzen oder persönliche Vorteile anstreben dürfen". Zudem monierte Hirsch die Grundkonstruktion der Ethikkommission und sieht diese als verfehlt an.

Auch Hoeneß schießt gegen Blatter

Auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte zuletzt die FIFA scharf kritisiert. Er hatte von einem Skandal gesprochen, wie die Dinge dort abliefen. "Offensichtlich hat heutzutage nur noch eine Bewerbung Erfolg, wenn zusätzlich Zahlungen unter dem Tisch gemacht werden", sagte Hoeneß und forderte Blatter auf, sich selbst auch infrage zu stellen.

Der FIFA-Chef, der sich jüngst erstmals für eine Austragung der WM in Katar in den Wintermonaten aussprach, hatte trotz Dauerkritik aber unlängst bereits jegliche persönliche Konsequenzen ausgeschlossen. "Ich und Rücktritt? Mein Vater würde aus der Ewigkeit zurückkommen und mir die Leviten lesen", hatte er gesagt.

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