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Jeder vierte Fußball-Profi ist nach der Karriere pleite

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Jeder vierte Ex-Profi ist pleite

02.02.2011, 11:30 Uhr | sid, sid

Jeder vierte Fußball-Profi ist nach der Karriere pleite. Oft ist nach der Karriere die Luft raus. (Foto: imago)

Oft ist nach der Karriere die Luft raus. (Foto: imago)

Die Spielergewerkschaft VdV schlägt in der Diskussion um die mangelhafte Bildung und Ausbildung vieler Fußball-Profis Alarm. "20 bis 25 Prozent der Spieler sind am Ende ihrer Karriere pleite oder überschuldet", sagte Geschäftsführer Ulf Baranowsky. "Sie wissen, dass sie auf eine Wand zurasen. Aber sie bremsen nicht."

Am Ende seien die Spieler von Staatsleistungen oder ihrer Frau abhängig. "Deshalb raten wir: Keine teuren Autos, sondern lieber Bildung. Irgendwann kommt der Tag X. Jeder weiß, dass jedes Foul den Tag X bedeuten kann."

Bayern München als Vorbild

Viele Klubs schließen sich der Forderung an, fördern ihre Jungprofis in Partnerschulen und Eliteschulen des Fußballs. Auch der FC Bayern, den zudem auszeichnet, dass er gescheiterten ehemaligen Stars wieder auf die Beine hilft. Gerd Müller ist das beste Beispiel. Das Münchner Theodolinden-Gymnasium ist nur einen Steinwurf vom Bayern-Trainingsgelände entfernt. Michael Rensing hat dort Abitur gemacht, Georg Niedermeier vom VfB Stuttgart auch. "Bei uns geht es erst um die Schule, dann erst um den Sport", sagte Horst Schmidbauer, der die "Leistungssportklassen Fußball" koordiniert: "Es gibt ein Leben nach dem Fußball - und das ist länger als die Karriere."

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Nach Informationen der Vereinigung der Vertragsfußballer haben nur zehn Prozent der deutschen Profis nach ihrer Karriere ausgesorgt. "Der untere Teil der Pyramide ist sehr breit. Im Bereich der Regionalliga spielen viele auf 400-Euro-Basis, müssen aber trotzdem in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Wie soll das funktionieren?", sagte Baranowsky.

Die Eltern sind oft das Problem

Viele Spieler lebten laut Baranowsky auf zu großem Fuß. "Sie bilden keine Rücklagen oder werden schlecht beraten. Da fließen Gelder in die Kassen fragwürdiger Finanzberater. Dann sind viele nicht ausreichend versichert." Auch die Eltern seien häufig ein Problem. "Da werden Illusionen und Wünsche verkauft, die sich nicht erfüllen lassen - auch von Klubseite. Gerade junge Eltern glauben häufig, dass ausgerechnet ihr Junge der Superstar wird. Aber es schaffen natürlich ganz wenige."

Wer allein auf die Karte Fußball setze und keine Rücklagen bilde, stehe irgendwann vielleicht vor dem Nichts. "Dann gibt es aber ein ganz, ganz böses Erwachen - auch bei Spielern, die man aus der Bundesliga kennt. Dann ist häufig auch psychologische Betreuung nötig", sagte Baranowsky. Die Spieler seien immer gut beraten, jederzeit einen Plan B in der Tasche zu haben.

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