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FIFA-Boss Blatter kontert Kritik von Uli Hoeneß scharf

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Sepp Blatter redet sich in Rage

03.03.2011, 17:50 Uhr | dpa, dpa

FIFA-Boss Blatter kontert Kritik von Uli Hoeneß scharf. Wehrt sich gegen Uli Hoeneß: FIFA-Boss Sepp Blatter. (Foto: imago)

Wehrt sich gegen Uli Hoeneß: FIFA-Boss Sepp Blatter. (Foto: imago)

FIFA-Boss Sepp Blatter hat einen Angriff von Uli Hoeneß mit scharfen Worten gekontert. Der Präsident des FC Bayern hatte zuvor die WM-Vergabe-Politik des Fußball-Weltverbandes kritisiert. "Was Uli Hoeneß gesagt hat, da ist natürlich ein Unterton drin, mit einem Angriff auf die Integrität einer Person", sagte Blatter in einem Interview mit dem "ZDF". Der Schweizer ergänzte: "Eigentlich verdient er dafür eine Gelbe Karte, die sehr nach orange aussieht."

Die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 nach Russland, beziehungsweise Katar hatten nicht nur bei Hoeneß massive Kritik hervorgerufen. Auch der Vorwurf der Korruption stand im Raum. Besonders die Vergabe der Endrunde 2022 nach Katar provozierte wegen der massiven Sommerhitze am Golf Gegenstimmen. Blatter zeigt sich davon unbeeindruckt: "Wer weiß, wie in zehn Jahren die klimatischen Verhältnisse auf der Welt sind. Jedes Jahr findet eine große Klimakonferenz statt, oder zweimal pro Jahr. Und die wissen auch nicht, wohin es geht", sagte er.

Blatter geht gelassen in die Präsidentenwahl

In den eigenen Reihen des Fußball-Weltverbandes fühlt sich der Präsident nach wie vor sicher. Vor der Präsidentenwahl am 1. Juni sieht Blatter einer möglichen Kandidatur des katarischen Verbandspräsidenten Mohamed bin Hammam sehr gelassen entgegen. "Wenn er in die Wahl einsteigen will, muss er sich ja irgendwie profilieren - dann soll er es machen. Ich brauche das nicht", sagte Blatter. Zudem bezweifelte der seit 1998 dem Weltverband vorsitzende Blatter, dass Bin Hammam für eine Erneuerung der FIFA stehe: "Er sollte sich auch einmal fragen, wie lange er schon dabei ist." Bin Hammam gehört seit 1996 dem FIFA-Exekutivkomitee an.

Bestechungsvorwürfe sind vergessen

Durch die Bestechungsvorwürfe gegen Mitglieder des Exekutivkomitees rund um die WM-Vergabe war auch Blatter geschwächt worden. Ein Gegenkandidat müsste bis zum 31. März seinen Hut in den Ring werfen. Die brasilianische Fußball-Legende Pelé überraschte mit Aussagen über eine mögliche Bewerbung von UEFA-Präsident Michel Platini, der eine Kandidatur aber bereits zuvor ausgeschlossen hatte.

Die Bestechlichkeitsaffäre rund um das Exekutivkomitee ist für Blatter, der am kommenden Donnerstag 75 Jahre alt wird, beendet. "Das ist eine erledigte Sache, das sind besessene Journalisten, die immer wieder mit der gleichen Sache zurückkommen. Die sollen besessen bleiben. Wir gehen vorwärts", sagte Blatter.

FIFA verzeichnet Rekordeinnahmen

Entgegen aller Kritik konnte Blatter auch Positives vermelden, was den 74-Jährigen dazu verleitete sich als "den glücklichsten Menschen des heutigen Tages" zu bezeichnen. Finanziell ist der Fußball-Weltverband weiterhin auf Rosen gebettet. Man könnte auch sagen: Die FIFA schwimmt im Geld. Sie hat nach eigenen Angaben zwischen 2007 und 2010 einen Überschuss von 631 Millionen US-Dollar (452 Millionen Euro) erwirtschaftet. Dies geht aus dem Finanzbericht hervor, der in Zürich präsentiert wurde. Die Reserven des Weltverbandes stiegen demnach auf 1,28 Milliarden Dollar. "Die WM in Südafrika war ein gewaltiger, gewaltiger finanzieller Erfolg, für Afrika, für Südafrika und für die FIFA", sagte der Schweizer.

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