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Asiens Verbandsboss erwägt FIFA-Kandidatur gegen Blatter

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Bin-Hammam fordert Blatter heraus

10.03.2011, 15:07 Uhr | sid, sid

Asiens Verbandsboss erwägt FIFA-Kandidatur gegen Blatter. Möglicher Nachfolger von FIFA-Präsident Joseph Blatter: Asiens Verbandsboss Mohammed Bin-Hammam. (Foto: imago)

Möglicher Nachfolger von FIFA-Präsident Joseph Blatter: Asiens Verbandsboss Mohammed Bin-Hammam. (Foto: imago)

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat zu seinem 75. Geburtstag nicht nur Glückwünsche erhalten. Ausgerechnet an seinem Ehrentag erreichten den Schweizer diverse Nachrichten über neuerliche Ambitionen von Asiens Verbandsboss Mohammed Bin-Hammam auf Blatters Amt beim bevorstehenden FIFA-Wahlkongress am 31. Mai und 1. Juni 2011 in Zürich. "Die Menschen müssen immer wieder den Wandel versuchen. Wandel ist etwas Gutes. Ich werde innerhalb der nächsten zehn Tage entscheiden, ob ich als Kandidat für die Präsidentschaft antrete", erklärte der Katarer in einem Interview mit der Londoner Tageszeitung "The Guardian".

Bin-Hammam hatte in den vergangenen Monaten bereits mehrfach die Möglichkeit einer Kandidatur gegen Blatter angedeutet. Zuvor hatte der 61-Jährige Ende August 2010 noch erklärt, entgegen aller Spekulationen den amtierenden FIFA-Chef nicht herauszufordern und vielmehr Blatter im Falle seiner Kandidatur für eine vierte Amtszeit unterstützen zu wollen. Sein Schulterschluss mit Blatter ist allerdings offenkundig Vergangenheit.

Katarer spricht sich für Platini aus

In dem Interview übte Bin-Hammam deutliche Kritik an Blatters Amtsführung. Außerdem unterstrich der Araber, dass im Falle seines Verzichts auf eine Kandidatur "ein anderer zu 100 Prozent" seine Unterstützung erhalte. Als einen geeigneten Bewerber sieht Bin-Hammam offenkundig auch seinen Präsidenten-Kollegen Michel Platini von der UEFA: "Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn unterstütze, wenn er kandidiert. Das ist weiterhin der Fall."

Blatter seit 1998 trotz Kritik im Amt

Blatter führt die FIFA seit 1998 an. Bislang ist noch keine offizielle Kandidatur gegen den früheren FIFA-Generalsekretär abgegeben worden. Blatter war zuletzt besonders durch den Manipulationsskandal bei der Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar und die Mängel bei der anschließenden Aufklärungsarbeit in die Kritik geraten.

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