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Arnold und Beinlich: "Das ist eine außergewöhnliche Saison"

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Arnold und Beinlich: "Das ist eine außergewöhnliche Saison"

21.03.2011, 09:26 Uhr | sid, sid

Besser geht es nicht. Am Sonntag ab 13.15 Uhr treffen mit Eintracht Braunschweig und dem FC Hansa Rostock die beiden aktuellen Spitzen-Mannschaften der 3. Liga aufeinander. Die erstplatzierten "Löwen" aus Niedersachsen stellen vor dem "Gipfeltreffen" den treffsichersten Angriff (64 Tore) und die stabilste Defensive (14 Gegentore) der Liga. Der Tabellenzweite von der Ostsee musste auch in diesen Ranglisten (57:25) bisher nur der Eintracht den Vortritt lassen.

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Auch Spitzenreiter Braunschweig gibt sich im Aufstiegsrennen um die 2. Liga keine...

Kaum jemand zweifelt daran, dass die beiden früheren Bundesligisten nach dem 38. Spieltag gemeinsam die Rückkehr in die 2. Bundesliga bejubeln werden. Großen Anteil an dem Erfolg der beiden Traditionsvereine haben auch die Manager Marc Arnold (Eintracht Braunschweig) und Stefan Beinlich (Hansa Rostock). Vor dem Spitzen-Spiel sprach der Journalist Matthias Jansen im DFB.de-Interview mit den beiden "Machern" über das erfolgreiche Abschneiden ihrer Klubs, die Zusammenarbeit mit den Trainern und die Planungen für die kommende Saison.

 DFB.de: Sie waren beide als Profis in der Bundesliga aktiv. Inwieweit helfen Ihnen die Erfahrungen aus Ihrer aktiven Karriere bei der täglichen Arbeit?

Marc Arnold: Durch die Zeit als Profi hat man ein Gespür und auch Verständnis für die Sorgen und Ängste der Spieler. Trotzdem muss ich die Aufgaben eines Drittligisten erfüllen, unterliege auch wirtschaftlichen Zwängen. Ein großer Vorteil ist, dass wir auf ein weitreichendes Netzwerk zurückgreifen können. Das hilft bei der Beobachtung von Partien oder Verpflichtung von Spielern. Im Vorfeld sind Informationen leichter einzuholen.

Stefan Beinlich: Ich denke, dass es gerade im sportlichen Bereich hilfreich ist. Man hat dann schon eine gewisse Ahnung, wie man eine Mannschaft zusammenstellt, die auch eine Hierarchie besitzt, und dass man nicht nur mit jungen oder nur mit erfahrenen Spielern auskommt.

Hätten Sie vor der Saison gedacht, dass Ihre Mannschaft eine so starke Saison hinlegt? Wie würden Sie Ihren eigenen Anteil am Erfolg einschätzen?

Arnold: Eine Saison, wie sie unsere Mannschaft spielt, mit so vielen Toren, kaum Gegentreffern und diesem Punkteschnitt, gibt es nicht oft. Nach der vergangenen Spielzeit, in der wir als Vierter nur knapp gescheitert waren, haben wir aber schon gehofft, wieder oben dabei zu sein.

Beinlich: Es gibt im deutschen Fußball drei Mannschaften, die eine außergewöhnliche Saison spielen. Das ist Borussia Dortmund in der Bundesliga sowie Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock in der 3. Liga. Alle Klubs liegen deutlich über dem normalen Punkteschnitt einer Saison. Nach dem Umbruch bei Hansa haben wir gehofft, in der Spitzengruppe mitspielen zu können. Dass es so positiv läuft, damit hatten wir nicht gerechnet. Mein Anteil an diesem Erfolg ist genauso groß wie der jedes Anderen im Verein.

Beschreiben Sie doch einmal die Zusammenarbeit mit ihrem Trainer?

Arnold: Vertrauensvoll. Schließlich kennen Torsten Lieberknecht und ich uns schon länger. Wir sind produktiv, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Torsten ist etwas ungeduldiger, will viele Dinge schneller erreichen. Ich gehe eher mit Bedacht an die Aufgaben heran.

Beinlich: Nachdem der neue Vorstand komplett war, haben wir ein Anforderungsprofil für den Trainer erstellt. Als meine Position im Verein feststand, wurde festgelegt, dass ein junger Manager ohne Berufserfahrung mit einem erfahrenen Trainer zusammenarbeiten sollte. Wir haben uns für Peter Vollmann entschieden und es passt. Es ist eine sehr positive Zusammenarbeit. Besser geht es kaum. Wir tauschen uns täglich aus. Selbst wenn wir nicht sofort einer Meinung sind, kommen wir doch auf einen gemeinsamen Nenner.

Welchen Anteil würden Sie Ihren Fans am Erfolg beimessen?

Arnold: Die Unterstützung durch die Fans erhalten wir ja nicht erst in dieser Saison. Wir haben schon in der vergangenen Runde eine Super-Serie hingelegt. Die Euphorie haben wir in diese Spielzeit retten können. Insgesamt haben wir über 10.000 Dauerkarten verkauft. Das ist für einen Drittligisten der Hammer. Vor dem Top-Spiel spüren wir die Unterstützung in der gesamten Stadt und später sicher auch im Stadion.

Beinlich: Ich denke, dass die anderen Vereine schon mit Respekt vor unserer Mannschaft und der Kulisse nach Rostock fahren. Die Unterstützung durch die Zuschauer hat uns sicher einige Punkte eingebracht. Auch auswärts sind stets zwischen 800 und 1.000 Fans mit dabei. Der Anteil unserer Fans am Erfolg ist definitiv groß.

Welchen Spieler von Ihrem kommenden Gegner würden Sie gerne verpflichten und warum?

Arnold: Das ist schwierig. Erst einmal ist es äußerst bemerkenswert, was Hansa auf die Beine gestellt hat. Mit einer neu zusammengestellten Mannschaft spielt Rostock eine ausgezeichnete Rolle und direkt um den Aufstieg mit. Ich möchte aus dem Hansa-Kader eigentlich keinen Spieler herausgreifen. Aber Björn Ziegenbein oder Mohammed Lartey haben in dieser Saison schon fantastische Leistungen gezeigt.

Beinlich: (lacht) Keinen. Wir haben großes Vertrauen in unsere Mannschaft. Braunschweig hat sicher eine starke Mannschaft und auch sehr gute Einzelspieler. Wir sind aber mit den Leistungen unserer Jungs zufrieden.

Welche Tugenden sind im Top-Spiel am Sonntag gefragt?

Arnold: Wir wollen wieder mutig nach vorne spielen. Eine defensive, nur abwartende Spielweise liegt uns nicht. Wir freuen uns auf diese Spitzen-Partie. Das Stadion ist ausverkauft, die Begegnung wird live im Fernsehen übertragen. Alle fiebern dem Anstoß entgegen.

Beinlich: Wir dürfen auf keinen Fall Angst haben und nur hinten drin stehen. Wir haben Respekt vor der Eintracht, wie vor jedem anderen Gegner. Trotzdem wollen wir in Braunschweig aus einer kompakten Ordnung versuchen, unser Spiel durchzubringen.

Ihre Mannschaft gewinnt das Spitzen-Spiel, weil….

Arnold: …wir unseren Fans in einem ausverkauften Stadion eine tolle Vorstellung bieten wollen.

Beinlich: Das kann ich so nicht beantworten. Es wird sicherlich ein ganz enges Spiel und die Mannschaft mit der besseren Tagesform wird sich durchsetzen. Für uns ist es wichtig, unsere Gelegenheiten effektiv zu nutzen.

Welche drei Teams steigen am Saisonende auf?

Arnold: Mit dem Aufstieg beschäftigen wir uns erst, wenn er feststeht. Zwar sind wir und Hansa Rostock auf den ersten beiden Plätzen der Konkurrenz schon ein wenig enteilt. Aber es sind auch noch zehn Spiele. Wir sind seit einigen Spieltagen Erster und wollen unsere Position verteidigen. Um den dritten Platz wird es noch eine harte Auseinandersetzung geben. Kickers Offenbach wird seine Position vor allem gegen Rot-Weiß Erfurt und den SV Wehen Wiesbaden verteidigen müssen.

Beinlich: Für uns ist es wichtig, dass wir direkt den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. Die Eintracht wird ihren Vorsprung wohl nicht mehr verspielen. Und ich hoffe, dass wir so gefestigt sind und auch kommende Rückschläge wegstecken werden. Der dritte Rang ist sehr umkämpft. Dynamo Dresden, Rot-Weiß Erfurt, der SV Wehen Wiesbaden und Kickers Offenbach werden den Relegationsrang unter sich ausmachen.

Ihre Vereine können beinahe schon für die 2. Bundesliga planen. Wie weit sind Sie? In welchen Bereichen sehen Sie Verbesserungsbedarf?

Arnold: Die Planungen laufen. Einige Verträge laufen aus, einige gelten für die 2. Bundesliga. Mit Spielern wie den Torhütern Marjan Petkovic und Daniel Davari sowie Abwehrspieler Norman Theuerkauf haben wir schon verlängert. Wir werden uns so verstärken, dass die Spieler uns weiterhelfen.

Beinlich: Wir planen auf jeden Fall zweigleisig. Sowohl beim wirtschaftlichen Lizenzantrag als auch im sportlichen Bereich. Bei uns haben 15 Spieler einen Vertrag für die 3. Liga, sogar 17 Akteure einen Vertrag für die 2. Bundesliga. Wir wollen die Mannschaft zusammenhalten und punktuell verstärken. Personalien werde ich aber nicht öffentlich diskutieren.

Was kommt nach dem Aufstieg? Wie sehen Ihre mittelfristigen Ziele aus?

Arnold: Das ist schwer. Für den Fall des Aufstiegs werden wir erst einmal den Klassenerhalt anpeilen. Aber das ist noch weit entfernt. Wir möchten gerne ein etablierter Zweitligist werden, der auf lange Sicht auch an die Bundesliga anklopfen kann.

Beinlich: Das ist noch zu weit weg. Wir müssen erst einmal den Aufstieg schaffen. Damit das gelingt, muss man nicht nur vom Aufstieg reden, sondern dafür leben. Unsere Mannschaft setzt das gut um.

 


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