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Timo Konietzka plant seinen Tod durch Sterbehilfe

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Konietzka: "Ich will kein Pflegefall werden"

22.03.2011, 16:07 Uhr | sid

Timo Konietzka plant seinen Tod durch Sterbehilfe. Timo Konietzka hat vom Moment seines Abschieds genaue Vorstellungen. (Foto: imago)

Timo Konietzka hat vom Moment seines Abschieds genaue Vorstellungen. (Foto: imago)

Timo Konietzka, ehemaliger Fußball-Nationalspieler und erster Torschütze der Bundesliga, plant seinen Tod durch Sterbehilfe. "Ich will kein Pflegefall werden, angeschlossen und künstlich am Leben erhalten, natürlich nicht. Ich, der so viel Sport gemacht hat, immer gesund gelebt hat, der niemals Schmerzen hatte!", sagte der frühere Meisterspieler von Borussia Dortmund und TSV 1860 München: "Das will ich mir ersparen."

Der 72-Jährige hat in den vergangenen zwei Monaten zwei Herzattacken überstanden. Seine Entscheidung, sein Ende nicht in Gottes Hände zu legen, stand aber schon vorher. "Ich bin bei Exit, einer Gesellschaft für Sterbehilfe, und habe mir dort ein lebenslängliches Abonnement gekauft. Man kennt das auch in Deutschland. Die Deutschen kommen zu uns in die Schweiz, um zu sterben."

"Wir werden uns leider nicht wiedersehen"

Vom Moment seines Abschieds hat Konietzka genaue Vorstellungen. "Das wird so sein, dass ich meine Familie einlade, Kinder, Enkelkinder. Dann winke ich denen noch und sage: "Jetzt nehme ich den Schluck. Macht's gut! Wir werden uns leider nicht wiedersehen", sagte Konietzka. "Aber ich will 100 Jahre alt werden."

Timo Konietzka ist vor 44 Jahren in die Schweiz ausgewandert. Am Vierwaldstätter See führt er gemeinsam mit seiner Ehefrau Claudia ein Hotel. Berühmt wurde er am 24. August 1963 als Schütze des ersten Bundesliga-Tores für Borussia Dortmund gegen Werder Bremen in der ersten Minute. Bis heute ist von diesem Moment keine Film- oder Fotoaufnahme aufgetaucht. Nach Meistertiteln mit dem BVB (1963) und 1860 München (1966) sowie neun Länderspielen beendete er 1971 beim FC Winterthur seine Spielerkarriere. Als Trainer holte er viermal die Schweizer Meisterschaft und schaffte es mit dem FC Zürich 1977 ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister.


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