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Bin Hammam kritisiert Blatter scharf

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Bin Hammam kritisiert Blatter scharf

02.04.2011, 14:36 Uhr | sid

Bin Hammam kritisiert Blatter scharf. Mohamed Bin Hammam attackiert seinen Widersacher Blatter scharf. (Foto: dpa)

Mohamed Bin Hammam attackiert seinen Widersacher Blatter scharf. (Foto: dpa)

Zwei Monate vor der Präsidenten-Wahl des Fußball-Weltverbandes (FIFA) hat Herausforderer Mohamed Bin Hammam Amtsinhaber Sepp Blatter scharf kritisiert. "Blatter ist nicht mehr in der Position, die Reputation der FIFA zu verteidigen. Im Gegenteil: Je mehr er über die FIFA spricht, desto mehr Menschen gehen in Opposition", sagte Bin Hammam im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Er bezeichnete den Weltverband als Organisation, die "in den Augen der Öffentlichkeit und der Medien als sehr korrupt" gelte.

"Blatter ist erschöpft. Denken Sie an die die Torlinien-Technologie: Kein neuer Ansatz kommt in die FIFA. Ich sehe bei Blatter keine Kreativität mehr", so Hammam weiter.

"Es braucht den Wechsel"

Der 61-jährige Bin Hammam, Geschäftsmann aus Katar und Präsident der asiatischen Fußball-Konföderation AFC, will beim FIFA-Wahlkongress am 31. Mai und 1. Juni in Zürich gegen Blatter antreten und eine vierte Amtszeit des seit 1998 amtierenden Schweizers verhindern. Er habe "unerwartet viel Zuspruch" aus aller Welt für seine Kandidatur erhalten, sagte Bin Hammam: "Und die Leute stimmen mir zu: Es braucht den Wechsel, jetzt ist die Zeit reif."

DFB steht hinter Blatter

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit Präsident Theo Zwanziger an der Spitze hatte zuletzt angekündigt, Blatter unterstützen zu wollen. Bin Hamman erklärte dazu: "Ich kenne die neuen Leute vom deutschen Verband noch nicht. Vielleicht tun sie es ja, weil sie Blatter kennen, mich nicht." Er werde sie fragen, "ob sie mich sehen wollen" und bezeichnete es als seine Pflicht, "mich an alle zu wenden".

"Blatter hing zu 100 Prozent von mir ab"

Sollte er die Wahl gewinnen, wolle er höchstens für zwei Amtszeiten regieren: "Der Fußball ist so weit entwickelt, kein Präsident kann nach acht Jahren noch etwas einbringen, es sollte dann etwas Neues kommen. Für den Fußball muss keiner 15 oder 20 Jahre an der Spitze bleiben." Er forderte die FIFA auf, "in diesem Wahlkampf genau zu beobachten, dass keine Regeln gebrochen werden". Blatter darf seinen Wahlkampf nicht aus FIFA-Mitteln betreiben. Bei der Wahl 1998, als UEFA-Präsident Lennart Johannson kandidierte, soll Blatter von der finanziellen Unterstützung seines ehemaligen Vertrauten Bin Hammam zu "hundert Prozent" abhängig gewesen sein. "Ich habe einen Brief von Sepp Blatter, in dem er schreibt: 'Ohne Dich, mein Bruder, wäre ich nicht in diese Position gekommen'", sagte Bin Hammam.

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