Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Spielabbruch nach Ausschreitungen in Ratingen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Spielabbruch nach Ausschreitungen in Ratingen

17.04.2011, 16:11 Uhr | t-online.de/mlm, t-online.de

Spielabbruch nach Ausschreitungen in Ratingen. Pfefferspray: Uerdingens Boss Lakis Kourkoudialos (li.) tränen die Augen. (Foto: SAMLA)

Pfefferspray: Uerdingens Boss Lakis Kourkoudialos (li.) tränen die Augen. (Foto: SAMLA)

Leuchtkörper, Fan-Randale und ein Pfefferspray-Einsatz: Das Spitzenspiel der Niederrheinliga zwischen Germania Ratingen und dem Tabellenführer KFC Uerdingen ist am Samstagabend in einem Skandal geendet. Nach Ausschreitungen zwischen Uerdinger Fans und der Polizei im Gästeblock brach Schiedsrichter Christian Bandurski die in der 73. Minute ab und schickte die Mannschaften beim Stand von 2:1 für Ratingen in die Kabinen. Auslöser der Eskalation war eine Rauchbombe, die von Anhängern Fortuna Düsseldorfs, die sich ebenfalls im Stadion befunden hatten, gezündet worden sein soll.

Auf diese Provokation hin war eine Traube KFC-Anhänger zu den Werbebanden gestürmt und hatte diese mit Tritten bearbeitet. Die Polizei vor Ort sah sich gezwungen, auf diese Ausschreitungen zu reagieren und ging mit Pfefferspray gegen die Chaoten im Uerdinger Block vor. Der Einsatz der Polizei ließ dem Referee dann keine andere Wahl, als die Begegnung vorzeitig zu beenden. Die Rettungskräfte der Feuerwehr Ratingen sprachen hinterher von einem chaotischen Bild. "Im Stadion prügelten sich Fans aus Uerdingen und Ratingen. Durch die Polizei, die mit starken Kräften vor Ort war, wurden die rivalisierenden Fans auf den Tribünen und auf dem Spielfeld getrennt. Von den insgesamt 14 Verletzten wurden drei Personen schwer verletzt, darunter ein Polizeibeamter."

Uerdinger Führung kritisiert die Polizei

Von einer Massenschlägerei will man beim KFC allerdings nichts wissen. "Ich weiß nicht, wie die Feuerwehr zu so einer Einschätzung gelangt", zeigte sich Gerald Judenau, Leiter der Geschäftsstelle, gegenüber t-online.de irritiert. "Im Fanblock gab es eine kleine Rangelei zwischen Fans und Ordnern." Die Wogen hätten sich aber schon nach wenigen Minuten wieder geglättet. Schuld an der Eskalation sei vielmehr die übertriebene Reaktion der Polizisten. "Die sind wie ein Sturmtrupp mit Pfefferspray durch den Block gezogen und haben ihre Dosen wie Insektenmittel geleert." Bei diesem Einsatz war auch Uerdingens Vorsitzender Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos verletzt worden und musste von einem Notarzt behandelt werden. Zuvor hatte der KFC-Boss gemeinsam mit Ordnern versucht, die aufgebrachten Fans zu beruhigen.

Die Polizei hingegen sprach hinterher von "Ausschreitungen im Gästefanblock", die es nötig gemacht hätten, "zur Einsatzbewältigung Pfefferspray" einzusetzen. "Ein Beamter musste sich nach einer schweren Verletzung durch Fremdeinwirkung einer stationären Behandlung unterziehen." Für Gerald Judenau auch eine Folge des Fehlverhaltens der Polizei: "Man kann klar sagen: Die hatten die Lage nicht im Griff."

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal