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Mohamed Bin Hammam zieht seine Kandidatur als FIFA-Präsident zurück

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Blatters Widersacher kandidiert nicht

29.05.2011, 08:36 Uhr | sid

Mohamed Bin Hammam zieht seine Kandidatur als FIFA-Präsident zurück. Mohamed Bin Hammam wird nicht als Gegenkandidat von FIFA-Boss Sepp Blatter antreten. (Foto: imago)

Mohamed Bin Hammam wird nicht als Gegenkandidat von FIFA-Boss Sepp Blatter antreten. (Foto: imago)

Sepp Blatter steht vor seiner vierten Amtszeit als Präsident der FIFA. Gegenkandidat Mohamed Bin Hammam hat seine Kandidatur für die am kommenden Mittwoch anstehende Wahl des obersten Fußball-Funktionärs wegen der Bestechungsvorwürfe gegen seine Person zurückgezogen. Das gab der 62 Jahre alte Katarer auf seiner Homepage bekannt. "Die jüngsten Vorfälle haben mich in offizieller und privater Hinsicht verletzt und enttäuscht", heißt es in einem Statement Bin Hammams: "Ich kann es nicht zulassen, dass das Ansehen der FIFA mehr und mehr in den Schmutz gezogen wird. Deshalb habe ich beschlossen, meine Kandidatur zurückzuziehen."

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Die FIFA-Ethikkommission hatte ein Verfahren gegen Bin Hamman, Exekutivkomitee-Mitglied Jack Warner und zwei Funktionäre des Fußball-Verbandes der Karibik CFU eingeleitet. Bin Hammam wird vorgeworfen, dass es im Zuge der Präsidentschaftswahl bei einem von Warner organisierten Treffen der CFU am 10. und 11. Mai in Trinidad zu Bestechungsabsprachen gekommen sei. Bin Hammam und Warner sollen verschiedenen Verbänden 28.000 Euro geboten haben, falls sie bei der Kampfabstimmung am 1. Juni in Zürich für den Blatter-Herausforderer votieren.

Erste Vorwürfe nach der WM-Vergabe

Bereits nach der doppelten Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 waren hinter den Kulissen Bestechungsvorwürfe gegen Bin Hamman laut geworden. Nun müssen sich die Beschuldigten vor der Ethikkommission mit dem namibischen Vorsitzenden Petrus Damaseb in Zürich verantworten. Nach Angaben der Kommission besteht der Verdacht, dass Bin Hammam und Co. den Ethik-Code der FIFA möglicherweise verletzt haben.

Platini schließt Nachfolge aus

Damit steht einer vierten Amtszeit des 75-jährigen Blatter an der Spitze des Weltverbandes nichts mehr im Wege. Gerüchten zufolge will Blatter nur noch zwei Jahre im Amt bleiben und dann für UEFA-Präsident Michel Platini den Weg frei machen. Platini will aber vorerst nicht für das Präsidentenamt kandidieren. Es sei "ausgeschlossen", dass er in die Wahl eingreife, sagte der Franzose der "BBC" am Rande des Champions-League-Endspiels. Er wolle seine vierjährige Amtszeit als Präsident der UEFA erfüllen.

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