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FIFA-Funktionär fordert Umbenennung des FA-Cups

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Neue Vorwürfe gegen einen FIFA-Funktionär

31.05.2011, 10:32 Uhr | dpa

FIFA-Funktionär fordert Umbenennung des FA-Cups. Nicolas Leoz führt die Geschäfte des südamerikanischen Fußball-Verbandes CONMEBOL. (Foto: dpa)

Nicolas Leoz führt die Geschäfte des südamerikanischen Fußball-Verbandes CONMEBOL. (Foto: dpa)

Die Vorwürfe im FIFA-Bestechungsskandal werden immer absurder. Der paraguayische Spitzenfunktionär Nicolas Leoz soll als Gegenleistung für seine Unterstützung der WM-Bewerbung Englands gefordert haben, dass der traditionsreiche englische Pokalwettbewerb nach ihm benannt wird. Dies sagte der Anwalt James Dingemans, der nach den Bestechungsvorwürfen gegen vier Funktionäre einen Untersuchungsbericht für Englands Fußball-Verband (FA) angefertigt hatte. Dieser Report wurde weitergereicht an den Weltverband, der eine 33 Seiten lange Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse veröffentlichte.

Dingemans präsentierte eine E-Mail, in der Leoz über einen Verbandsvertreter verlangt haben soll, dass der FA-Cup seinen Namen trägt. Nach kurzen Diskussionen, ob eventuell ein anderer Wettbewerb nach Leoz benannt wird, habe das Bewerbungskomitee jedoch sämtliche Pläne verworfen. Der 82-Jährige, seit 1986 Präsident des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL, bestreitet alle Vorwürfe. Ex-FA-Chef David Triesman hatte vor drei Wochen sogar behauptet, Leoz habe einen Ehrenrittertitel für seine Stimme gefordert.

Vorwürfe gegen drei weitere Mitglieder

Bei der Parlamentsanhörung am 10. Mai hatte Triesman neben Leoz drei weitere Mitglieder der FIFA-Exekutive der Bestechung bezichtigt. Leoz, FIFA-Vize Jack Warner aus Trinidad und Tobago, Brasiliens Verbandschef Ricardo Teixeira und der Thailänder Worawi Makudi hätten "unsachgemäß und unethisch" gehandelt und unlautere Forderungen als Gegenleistung für Stimmen gestellt.

Nach einer ausgiebigen Untersuchung durch die FIFA wurden alle vier Funktionäre von den Triesman-Vorwürfen vorläufig entlastet. Es seien keine Beweise gefunden worden, hatte Generalsekretär Jerome Valcke erklärt. Auch FIFA-Präsident Joseph Blatter schloss weitere Ermittlungen vorerst aus. "Es sind keine weiteren Schritte nötig", sagte der Schweizer.

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