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Wahl zum FIFA-Präsidenten sorgt für Wirbel

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Englische FA auf Konfrontationskurs mit Blatter

31.05.2011, 13:02 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Wahl zum FIFA-Präsidenten sorgt für Wirbel. David Bernstein hat sich vor der Wahl zum FIFA-Präsidenten zu Wort gemeldet. (Foto: imago)

David Bernstein hat sich vor der Wahl zum FIFA-Präsidenten zu Wort gemeldet. (Foto: imago)

Der englische Fußball-Verband hat eine Verschiebung der Wahl des FIFA-Präsidenten an diesem Mittwoch gefordert. Das erklärte FA-Chef David Bernstein in einer Stellungnahme einen Tag vor der geplanten Wiederwahl Sepp Blatters. Der Amtsinhaber eröffnete derweil im Züricher Hallenstadion sichtlich gezeichnet den skandalumwitterten 61. FIFA-Kongress, der längst zur Farce geworden ist. Blatter tritt nach dem Rückzug des anschließend unter Korruptionsverdacht geratenen Katarer Mohamed Bin Hammam als einziger Kandidat an.

Bernstein bat in einem Statement auf der Verbandsseite weitere nationale Verbände, die FA bei zwei Initiativen zu unterstützen: "Die Wahl verschieben und diesem Prozess Glaubwürdigkeit zu verleihen, so dass ein reformorientierter Kandidat die Gelegenheit erhält, als Präsident zu kandidieren." Der schottische Verband forderte ebenfalls einen neuen Termin für die Wahl.

Bernstein: "Schädliche Zeit für den Ruf der FIFA"

Bernstein regte die Einrichtung eines externen FIFA-Kontrollorgans an, wie es auch schon DFB-Präsident Theo Zwanziger gefordert hatte. Bernstein sprach von einer "sehr schädlichen Zeit für den Ruf der FIFA und somit für den ganzen Fußball". Um das Vertrauen in die Regierungsspitze zu stärken, seien die vorgeschlagenen Maßnahmen "ein positiver Schritt und das Mindeste, das geschehen sollte". Die FA hatte schon vor zwei Wochen angekündigt, sich bei der FIFA-Wahl zu enthalten. "Die Ereignisse der letzten Tage haben unsere Ansichten noch verstärkt", schrieb Bernstein.

Dafür seien zwei Gründe verantwortlich. "Erstens: Eine Reihe von Behauptungen über Mitglieder der FIFA-Exekutive machen es schwierig, beide Kandidaten zu unterstützen. Zweitens: Besorgnis über mangelnde Transparenz und Rechenschaftspflicht innerhalb der Organisation." England war bei der WM-Vergabe 2018 leer ausgegangen. Nach der deutlichen Niederlage gegen Russland waren aus dem Mutterland des Fußballs Bestechungsvorwürfe an die FIFA gerichtet worden. Zahlreiche Enthüllungen im aktuellen Skandal des Weltverbandes stammen von britischen Medien.

Blatter wittert Gefahr und "unruhige Zeiten"

Blatter selbst malte bei seiner Eröffnungsrede ein düsteres Bild. "Wir leben in einer gestörten Welt. Es herrschen kein Respekt und kein Fair Play mehr", erklärte Blatter in Zürich beschwörend. "Die berühmte FIFA-Pyramide schwankt, sie ist in ihren Grundfesten erschüttert", sagte er und fügte vielsagend hinzu: "Es ist Gefahr im Verzug." Franz Beckenbauer sieht die FIFA als ehemaliges Mitglied der Exekutive schwer beschädigt. "Wir sind auf dem Weg in eine Krise. Niemand traut derzeit seinem Nachbarn. Das macht mich sehr traurig."

Blatter aber will das Ruder nicht aus der Hand geben, seine Worte klingen allerdings zunehmend abstrus. "Wenn jetzt sogar schon die Natur eine Revolte anstrengt, dann ist es auch normal, dass die Menschen eine Revolte anstrengen. Die Welt durchlebt unruhige Zeiten. Aber ich bin weiter überzeugt, dass der Fußball eine verbindende Rolle spielen kann", sagte er.

Asiaten aus Protest abgereist?

Nach bislang unbestätigten Angaben sollen neun oder zehn Delegierte der Asiatischen Fußball-Konföderation AFC aus Zürich abgereist sein. Sie sollen damit gegen die Suspendierung Bin Hammams protestieren. Der Interimspräsident des asiatischen Verbandes, Zhang Jilong, hat die Suspendierung von Bin Hammam von all seinen Ämtern durch die FIFA scharf kritisiert. "Die FIFA hat Bin Hammam suspendiert, aber er ist immer noch Präsident des AFC. Die FIFA hat kein Recht, ihn an der Ausübung seiner Rolle im AFC abzuhalten", sagte Zhang laut "China Daily".

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