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Sepp Blatter bleibt FIFA-Präsident

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Vierte Amtszeit für Sepp Blatter

01.06.2011, 18:14 Uhr | dapd, dpa

Sepp Blatter bleibt FIFA-Präsident. Sepp Blatter führt weiter die FIFA. (Foto: dpa)

Sepp Blatter führt weiter die FIFA. (Foto: dpa)

Trotz massiver Kritik und Korruptionsvorwürfen gegen die FIFA ist Sepp Blatter mit einem deutlichen Votum für eine vierte Amtszeit als Präsident des Weltfußballverbandes gewählt worden. Der 75 Jahre alte Schweizer erhielt auf dem FIFA-Kongress in Zürich 186 der 203 abgegebenen Stimmen. Das entspricht 91,6 Prozent der Stimmen. Wahlberechtigt waren 206 der 208 Landesverbände.

Blatter war der einzige Kandidat, nachdem sein Kontrahent Mohamed Bin Hammam am vergangen Wochenende zunächst seine Bewerbung zurückgezogen hatte und anschließend von der FIFA wegen des Verdachts der Bestechung suspendiert wurde. "Ich bin glücklich darüber, dass die FIFA die Einheit und Solidarität wiedergefunden hat", sagte Blatter nach der Wahl, die auf seinen Wunsch hin geheim war. Der Verband werde Erfolg haben, auch wenn das nicht von heute auf morgen gehe. Er fühle sich geehrt und gerührt.

Zwanziger: "Die FIFA hat vieles ausgezeichnet gemacht"

DFB-Präsident Theo Zwanziger begrüßte die Wiederwahl Blatters. "Das Ergebnis war auch in dieser Höhe für mich nicht unerwartet. Die FIFA hat vieles ausgezeichnet gemacht. Der Kongress sollte sich von Öffentlichkeit und Medien nicht so behandeln lassen - auch wenn zwei oder drei Verstöße gegen den Ethikkodex stattgefunden haben sollten."

Ausdrücklich begrüßte Zwanziger die Entscheidung Blatters, den Kongress künftig über die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften entscheiden zu lassen. "In einem relativ kleinen Exekutivkomitee ist latent Korruption denkbar, aber nicht wenn 208 Mitglieder entscheiden", sagte der DFB-Präsident.

Blatter kündigt "radikale Lösungen an"

Blatter hatte am Vormittag vor der Wahl in einer Grundsatzrede auf dem Kongress seinen Willen zur Führung der FIFA bekräftigt und zugleich "radikale Lösungen" für die Probleme des Verbandes angekündigt. Neben dem neuen Vergabemodus für die Weltmeisterschaften regte er auch an, dass die Mitglieder der Ethikkommission künftig vom Kongress gewählt werden sollten.

Außerdem wolle er eine Kommission einrichten, die Vorwürfen und Anklagen nachgeht. "Wir müssen unsere Reputation zurückgewinnen. Dazu müssen wir auch unsere Kommunikation verbessern, damit die Medien auch gute Nachrichten von der FIFA haben und ihnen nicht nur Gerüchte zugetragen werden", sagte Blatter. Das neue Gremium solle sobald wie möglich "untersuchen, was bei der FIFA passiert ist", sagte Blatter. Dabei will er sogar ein wenig Kontrolle von außen zulassen. "Es soll ein FIFA-Komitee sein, aber der Vorsitzende kann natürlich auch externe Berater hinzuziehen", sagte der FIFA-Bos.

Antrag auf Wahlverschiebung scheitert klar

Ein Vorstoß des Englischen Fußballverbandes (FA) auf Wahlverschiebung war gescheitert. 172 der 206 Stimmberechtigten votierten gegen den Antrag. FA-Präsident David Bernstein hatte den Antrag damit begründet, dass eine Wahl mit einem Kandidaten wie ein Rennen mit nur einem Pferd sei. "Wir sollten die Wahl verschieben, damit wir einen zusätzlichen Kandidaten finden können. Nur so erhält die FIFA ihre Glaubwürdigkeit zurück", sagte er.

DFB-Präsident Zwanziger sprach sich offen gegen den englischen Vorstoß aus: "Was wäre gewesen, wenn die Ideen der Engländer umgesetzt worden wären? Dann wäre die FIFA sechs Monate führungslos gewesen und das während einer Zeit, in der in Deutschland eine Frauen-WM stattfindet. Das geht nicht."

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