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Erfinder der ZDF-Torwand gestorben

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Torwand-Erfinder mit 92 gestorben

03.08.2011, 10:06 Uhr | dpa, t-online.de

Erfinder der ZDF-Torwand gestorben. ZDF-Moderatorin Carmen Thomas und Wolfgang Overath 1973 vor der Torwand. (Foto: imago)

ZDF-Moderatorin Carmen Thomas und Wolfgang Overath 1973 vor der Torwand. (Foto: imago)

Seit 50 Jahren zimmert die Nation auf die Torwand. Berühmt geworden ist sie im ZDF-"Sportstudio". Ihr Erfinder, Heinrich Klein, starb nun im Alter von 92 Jahren in einem Senioren-Stift in Dortmund. In der Stadt hatte er die Idee für die berühmte Wand mit den zwei Löchern, wie Seniorenstift und Kommune bestätigten.

Und so kam die Torwand zum ZDF: 1960 brauchte Klein wieder eine Idee für den Prominenten-Wettbewerb beim Westdeutschen Sportpressefest in der Westfalenhalle. Der Technische Direktor ließ Promis zunächst aus elf Metern auf ein Handballtor mit Fußballtorwart schießen. Weil nicht einmal Sepp Herberger traf, griff der gelernte Bauingenieur und Zimmermann zur Holzwand: drei mal zwei Meter groß mit zwei 50 Zentimeter durchmessenden Löchern - so ging's.

"Drei oben, drei unten!"

Die Sportjournalisten Werner Schneider und Wim Thoelke nahmen die Idee später mit ins Aktuelle Sportstudio. Dort heißt es seit Mitte der 60er Jahre: "Drei oben, drei unten!" Einen Sechser hat in den Jahrzehnten vor der Kamera noch keiner geschafft. Prominente wie Günter Netzer, Rudi Völler, Frank Rost oder Reinhard Saftig trafen aber immerhin fünfmal.

Klein selbst schaute lieber im Fernsehen zu. "In Italien bei der Schlacht um Monte Cassino habe ich als Pionier durch einen Granatwerfer meinen linken Unterschenkel verloren. Mein rechtes Bein hatte acht Durchschüsse - das war schon meine vierte Verwundung im Krieg", sagte er vor zwei Jahren im Interview der "FAZ". "Auf die Torwand habe ich deshalb vielleicht mal aus Probe drauf geschossen, aber nicht im Wettkampf. Wo der Ball hinfliegt, das konnte ich nicht voraussagen - mit den Prothesen schießt es sich nicht so gut."

Engagement für den Behindertensport

Geehrt wurde Heinrich Klein auch - aber nicht für die Torwand, sondern für sein Engagement für den Behindertensport. Dafür habe er das Bundesverdienstkreuz erhalten, sagte Eckhard Schröder im Seniorenstift über den beliebten Senior. Dieser erzählte seinen Mitbewohnern auch über Auftritte von Zarah Leander und Co. in der Westfalenhalle.

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