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Zwanziger gewinnt Machtkampf beim DFB

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Zwanziger weist Koch in die Schranken

07.11.2011, 20:35 Uhr | dapd, dpa

Zwanziger gewinnt Machtkampf beim DFB. DFB-Vize Koch tauscht sein Ressort mit Rolf Hocke. Manfred Amerell beendet deshalb die Mediation. (Quelle: imago)

DFB-Vize Koch tauscht sein Ressort mit Rolf Hocke. Manfred Amerell beendet deshalb die Mediation. (Quelle: imago)

Der Streit um Macht und Ansehen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist entschieden. Nach einem zweieinhalbstündigen Gespräch in der DFB-Zentrale in Frankfurt am Main zwischen Präsident Theo Zwanziger und seinem Vize Rainer Koch steht Zwanziger als Sieger fest.

Wie der Verband mitteilte, gibt der gelernte Jurist Koch seine Zuständigkeiten im nicht unwichtigen Ressort "Rechts- und Satzungsfragen" an Rolf Hocke, ebenfalls einer der Vizepräsidenten, ab. Im Gegenzug übernimmt er dessen Aufgabengebiet, welches "Prävention, Integration, Freizeit- und Breitensport" ist.

Zwanziger wegen Kochs Alleingang erzürnt

"Die im Präsidium zwingend erforderliche und beiderseits gewünschte vertrauensvolle Zusammenarbeit" könne "durch einen Ressorttausch erleichtert und wiederhergestellt werden", gab der DFB in einer Pressemitteilung bekannt. Koch hatte Amerell, der sich im Zuge der Sex-Affäre um Michael Kempter mit dem DFB in einer juristischen Auseinandersetzung befindet, in den vergangenen Tagen besucht, um ihn zu einer Mediation mit dem DFB zu bewegen.

Zwanziger hatte gesagt, von dem Alleingang Kochs zunächst nichts gewusst zu haben. Amerells Anzeige bei der Steuerfahndungsstelle in Augsburg hatte zuvor zu Ermittlungen gegen rund 70 Referees wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung geführt. Koch hatte behauptet, dass Zwanziger von seinem Treffen mit Amerell Kenntnis hatte.

Rainer Koch lenkt in Machtkampf ein

Die unterschiedlichen Aussagen und die vergiftete Beziehung zwischen Zwanziger und seinem Stellvertreter Koch sorgten für schlechte Stimmung in der Chefetage. Nun lenkt Koch ein: "Mit Blick auf den zeitlichen Zusammenhang der Durchsuchungsmaßnahmen der Steuerfahndung und seinem Zusammentreffen mit Manfred Amerell bedauert Rainer Koch, dass er den DFB-Präsidenten nicht unmittelbar und noch am gleichen Tag über dieses Gespräch informiert hat. Er entschuldigt sich für dieses Versäumnis", hieß es in der DFB-Mitteilung.

Amerell jetzt nicht mehr zu Mediationsverfahren bereit

Nachdem Amerells Anwälte erst am Freitag bekannt gaben, dass man für das vom DFB angestoßene Mediationsverfahren bereitstehe, folgt nun der Rückzug. "Verwundert über dieses fragwürdige demokratische Grundverständnis innerhalb des weltgrößten Sportfachverbandes der Welt lässt Manfred Amerell mitteilen, dass mit dieser Entwicklung dem von Dr. Rainer Koch ganz entscheidend vermittelten Mediationsverfahren jegliche Vertrauensgrundlage entzogen wurde und die zuletzt noch signalisierte Gesprächsbereitschaft mit Prof. Dr. Dr. Wolfgang Huber nunmehr nicht mehr besteht", gab der ehemalige Schiedsrichter über seinen Anwalt Jürgen Langer bekannt.

Bischof Wolfgang Huber, ehemaliger Ratspräsident der Evangelischen Kirche, sollte im Streit zwischen DFB, Amerell und Kempter vermitteln, der Amerell sexuelle Nötigung vorgeworfen hatte.

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