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Manfred Amerell droht dem DFB

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Ex-Referee Amerell droht dem DFB

10.11.2011, 18:22 Uhr | dapd

Manfred Amerell droht dem DFB. Manfred Amerell spricht Drohungen gegen den DFB aus.  (Quelle: imago)

Manfred Amerell spricht Drohungen gegen den DFB aus. (Quelle: imago)

Der frühere Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit weiteren Enthüllungen gedroht. "Ich schließe nicht aus, dass noch mehr Dinge öffentlich werden. Ich habe noch vier, fünf Sachen bereit", sagte Amerell. Zuvor hatte der 65-Jährige durch eine Liste mit 21 Namen die Steueraffäre um die deutschen Schiedsrichter ins Rollen gebracht. Eine dieser Personen soll der Schiedsrichter-Kommission des DFB angehören. Vom Verband gab es zu Amerells Vorwurf und zum generellen Stand der Ermittlungen zunächst keine weitere Stellungnahme.

Amerell war nach Bekanntwerden einer Affäre mit Referee Michael Kempter vor 20 Monaten von seinem Amt beim DFB zurückgetreten.

Sperren kommende Woche möglich

Nach Angaben des Fachmagazins "kicker" sei es zudem gut möglich, dass der DFB in der kommenden Woche Sperren gegen betroffene Schiedsrichter aussprechen könnte. Hintergrund ist, dass DFB-Präsident Theo Zwanziger am vergangenen Freitag rund 40 Schiedsrichter aus den höchsten Ligen zum Rapport bestellt und darauf gedrungen hatte, dass die unter Verdacht geratenen Referees schnell und aktiv an der Aufklärung durch die Steuerbehörden mitwirken. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, wären Sperren unabhängig vom Ermittlungsstand der Behörden denkbar.

Amerell hatte monatelang eigenständig Informationen zusammengetragen und an die Behörden weitergegeben, die daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung aufgenommen haben. Steuerfahnder hatten vor zwei Wochen unter anderem die Zentrale des DFB durchsucht. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sind die Untersuchungen unter dem Namen "Abseits" inzwischen auf 70 aktive und ehemalige Schiedsrichter ausgeweitet worden. Einige der beschuldigten Schiedsrichter sollen über 100.000 Euro an Einnahmen verschwiegen und auf ausländischen Schwarzgeldkonten gehortet haben.

DFB wirft Amerell "Effekthascherei" vor

Unterdessen hat der DFB Amerell im Streit um das sogenannte Mediationsverfahren scharf kritisiert. "Es geht hier doch ganz offensichtlich nur um Effekthascherei", sagte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Nachdem der Verband das zur Schlichtung angedachte Vermittlungsverfahren unter Teilnahme des früheren Berliner Bischofs Wolfgang Huber endgültig für beendet erklärt hatte, regte Amerell über seinen Anwalt postwendend ein neues Mediationsverfahren an.

Amerell wiederum sprach in der "FAZ" von einem Komplott gegen seine Person. Demnach sei Kempter bei seinen damaligen Anschuldigungen gegen Amerell instrumentalisiert worden. Kempter hatte Amerell der Nötigung und sexuellen Belästigung beschuldigt. Laut Amerell hat es eine einvernehmliche Beziehung gegeben. Beide befinden sich nach wie vor in einer juristischen Auseinandersetzung. Am 7. Dezember ist eine weitere Gerichtsverhandlung in Stuttgart angesetzt. "Ich wünsche mir, dass am Ende Michael und ich eine Pressekonferenz geben, in der klar wird, was wirklich passiert ist", sagte Amerell.

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