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FSV Zwickau: Spieler des Oberligisten gibt "Sieg-Heil"-Rufe zu

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FSV-Akteur gibt "Sieg-Heil"-Rufe zu

30.11.2011, 17:01 Uhr | sid

FSV Zwickau: Spieler des Oberligisten gibt "Sieg-Heil"-Rufe zu. Nicht nur Fans des FSV Zwickau fielen im Oberligaspiel gegen Aue II aus dem Rahmen. Auch ein Spieler sorgte mit Nazi-Parolen für Wirbel.  (Quelle: imago)

Nicht nur Fans des FSV Zwickau fielen im Oberligaspiel gegen Aue II aus dem Rahmen. Auch ein Spieler sorgte mit Nazi-Parolen für Wirbel. (Quelle: imago)

Nach der Diskussion um rechtsradikale Vorkommnisse beim Oberligaspiel zwischen dem FSV Zwickau und Erzgebirge Aue II hat sich ein FSV-Spieler dem Verein offenbart. Der Zwickauer Akteur gab das Skandieren einer rechtsradikalen Parole in der Mannschaftskabine zu. "Er hatte die Courage, sich zu stellen", sagte der Zwickauer Vereinspräsident Gerhard Neef der "Freien Presse".

Die Identität des Spielers nannte Neef allerdings nicht. "Er wird bestraft werden, aber wir wollen ihn nicht zerstören", sagte der Präsident weiter: "Er wird um eine Suspendierung und eine Geldstrafe nicht herumkommen."

Auf der Internetseite des Vereins war nach dem 3:0-Sieg gegen Aue ein Video zu sehen gewesen, auf dem die Mannschaft den Erfolg mit "Sieg, Sieg"-Rufen feierte - darunter mischte sich aber auch ein "Heil-Ruf". Der Ruf "Sieg-Heil" steht in Deutschland unter Strafe.

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Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf

Nach angeblich rechtsradikalen Fangesängen hat auch der Staatsschutz Ermittlungen wegen Volksverhetzung und dem Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgenommen. Unter anderem sollen einige Anhänger in Anspielung auf die rechtsradikale Terrorzelle Nationalsozialister Untergrund (NSU) "Terrorzelle Zwickau - olé, olé, olé" gesungen haben.

Dem NSU werden mindestens zehn Morde in den vergangenen Jahren zur Last gelegt. Die Vorkommnisse ziehen unterdessen immer weitere Kreise. So ermittelt mittlerweile auch das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV). Dies betreffe alle Personen, die vom Verband beim Spiel gewesen seien, sagte NOFV-Geschäftsführer Holger Fuchs der "Freien Presse".

"Wenn ein Schiedsrichter-Team extremistische Rufe oder Banner feststellt, ist es zur Meldung verpflichtet", betonte Fuchs. Gemeldet habe aber niemand etwas.

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