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Indien: Fußball kämpft um mehr Anerkennung

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Indien Fußball geht in die Offensive

17.01.2012, 15:04 Uhr | sid, sid

Indien: Fußball kämpft um mehr Anerkennung.  Der Fußball in Indien kämpft um Anerkennung. (Quelle: dapd)

Der Fußball in Indien kämpft um Anerkennung. (Quelle: dapd)

Die Kolkata Knight Riders sind eine große Nummer in der Indian Premier League. Eine hochprofessionelle Internetpräsenz, das frisch modernisierte Mega-Stadion Eden Gardens für rund 120.000 Zuschauer, 680.000 Fans bei Facebook - und "The Baadshah" persönlich: Shah Rukh Khan, der manisch angebetete König von Bollywood, ist der Klub-Besitzer. Jedes Kind kennt den Bengalen-Schlachtruf "Korbo, Lorbo, Jeetbo Re!" Auf deutsch: "glauben, kämpfen, siegen!"

Aus Sicht des indischen Fußballs gibt es lediglich ein kleines Problem: Die Knight Riders spielen Cricket. Indien hat 1,2 Milliarden Einwohner. Dabei scheint es schwer zu sein, elf vernünftige Fußballer zu finden. Das soll sich allerdings nun ändern. Ehemalige ausländische Stars wie Fabio Cannavaro oder Robert Pires, Jay-Jay Okocha oder Hernan Crespo sollen dem indischen Fußball zumindest für zehn Wochen jenen Glanz verleihen.

600.000 US-Dollar für zehn Spiele

"Ich kehre zurück auf den Platz. Dies tue ich für den indischen Fußball-Verband in Westbengalen", twitterte beispielsweise Fabio Cannavaro, 2006 Kapitän der italienischen Weltmeistermannschaft. Der 38-Jährige wird für zehn Spiele mit 600.000 US-Dollar (480.000 Euro) entlohnt. Pires schrieb in seinem Account: "Eine neue Herausforderung für mich. Ich bin sehr aufgeregt, den Fußball in Indien voranzubringen."

Für welches Team die beiden in der Debütsaison der Premier League Soccer (PLS) spielen werden, ist völlig offen. Denn Bhaswar Goswami, Geschäftsführer der veranstaltenden Celebrity Management Group, stellt sich das folgendermaßen vor: Die Teams, angesiedelt in Kolkata, Barasat, Howrah, Haldia, Durgapur und Siliguri, werden an Lizenznehmer versteigert. Die wiederum sind dann aufgefordert, auf die Stars und Trainer wie John Barnes oder Peter Reid zu bieten. Das Ziel: "Wir wollen den indischen Fußball auf eine neue Stufe bringen und Zuschauer in ganz Indien erreichen."

Cannavaro, Fowler und Morientes als Entwicklungshelfer

Goswami hofft, dass nach der Star-Versteigerung jeder Klub "eine Spieler-Ikone und einen Toptrainer hat". Mit den Ikonen ist das allerdings schwierig, denn es wurden nur Spieler akquiriert, die ihre Karriere beendet haben oder kurz vor dem Ende ihrer Laufbahn stehen. Wie zum Beispiel Cannavaro, Robbie Fowler, Fernando Morientes. Es sind Namen mit strahlender Vergangenheit, aber ohne Zukunft.

Nur 60 Facebook-Fans

Eine goldene Zukunft soll dagegen der indische Fußball haben. Meister ist derzeit Salgaocar: Einfache Homepage, 60 Fans bei Facebook; was bedeutet, das 0,000005 Prozent des indischen Volkes "Gefällt mir" angeklickt haben. Vorerst und mindestens bis zum Ligastart Ende Februar, zeitgleich zur heißen Phase der Cricket-Meisterschaft, bleibt es dabei: Indische Fußballer haben bislang nur einmal wirklich auf sich aufmerksam gemacht. Indem sie sich weigerten, zu spielen. 1950 bei der WM in Brasilien war es den Indern verboten worden, barfuß anzutreten.

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