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App-Entwickler legt sich mit Fußball-Topligen an

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Fussball  

Schwedischer Programmierer legt sich mit Topligen an

03.04.2012, 11:52 Uhr | Spiegel Online

App-Entwickler legt sich mit Fußball-Topligen an. Die App zeigt auch Highlights wie das 4:4 zwischen dem BVB und dem VFB. (Foto: Mike Glindmeier) (Quelle: Spiegel Online)

Die App zeigt auch Highlights wie das 4:4 zwischen dem BVB und dem VFB. (Foto: Mike Glindmeier) (Quelle: Spiegel Online)

Wer die Tore seines Lieblings-Fußballteams sehen möchte, muss entweder auf Free-TV-Übertragungen warten oder tief in die Tasche greifen. Die App eines schwedischen Fußballfans sorgt jetzt für Abhilfe: Dort können Anhänger die Highlights vieler europäischer Topligen kostenlos abrufen. Patrik Arnesson hat eine App entwickelt, die es in dieser Form bislang nicht gab: "Livescore Addicts".

Übersetzen könnte man den Namen mit "Fußball-Abhängige". Neben Standardfunktionen wie Personalisierung und Push von Terminen, Toren und Karten sticht besonders die Videoauswahl hervor. Zu zahlreichen Spielen der Topligen gibt es Highlights wie Tore und Rote Karten zeitnah als Bewegtbild - und das völlig kostenlos.

Neue Alternative für die Anhänger

Bislang gab es für Fußball-Fans nur zwei Möglichkeiten, zu solchen Genüssen zu kommen. Entweder wartet man die Sportsendungen im Free-TV ab. Oder man kauft sich die Spiele über Pay-TV. Doch auch dort muss man entweder die Partien über 90 Minuten verfolgen oder auf die Zusammenfassung warten. Wer nur eben schnell sehen will, wie die Tore gefallen sind, guckte bislang in die Röhre.

Erste Videos schon während des Spiels

"Wir haben einen Crawler entwickelt, der Upload-Plattformen nach Spielpaarungen und den beteiligten Mannschaften durchsucht", sagte Arnesson. So ist es teilweise sogar möglich, noch während der Spiele die Höhepunkte anzuschauen - wenn auch nicht gerade in Top-Qualität, wie ein Test von "Spiegel online" ergab. Die Breite des Angebots war allerdings beeindruckend: Für alle Spiele der ersten Bundesliga waren Höhepunkte vorhanden, ebenso für die Partien der italienischen Serie A. Auch für die spanischen Topligen gab es einige Videos. Lediglich aus der Premier League gab es kaum was zu sehen.

Auch Sky wehrt sich

Was daran liegen könnte, dass die teuerste Liga der Welt ihr Premium-Produkt - so gut es geht - gegen illegale Verbreitung im Netz, beispielsweise über Video-Upload-Plattformen, schützt. Nach eigener Aussage geht auch Sky als Inhaber der Bundesliga-Pay-TV-Rechte in Deutschland gegen solche Apps vor: "Sky arbeitet strategisch und operativ national und international eng mit Rechteinhabern, Serviceprovidern, Verbänden und Behörden zusammen, um die Anzahl illegaler Angebote und parasitärer Geschäftsmodelle zu minimieren", teilte der Sender auf Anfrage mit.

"Haben diese App auf dem Schirm"

Etwas konkreter wurde die Deutsche Fußball-Liga als Veranstalter der Bundesligen: "Wir beobachten diese Thematik kontinuierlich und haben auch diese App auf dem Schirm", sagte ein Sprecher. "Um unsere Lizenzpartner zu schützen, gehen wir konsequent und bestmöglich gegen Internetpiraterie vor." Zur Identifizierung und zur Bekämpfung illegaler Angebote habe die Liga seit Jahren eine darauf spezialisierte Firma eingeschaltet, die gegen alle bekannten Verstöße vorgehe.

Arnesson wehrt sich gegen den Vorwurf, mit seiner App gegen Gesetze zu verstoßen. "Wir bilden in unserer App lediglich Links auf Videoplattformen ab, auf denen diese Spiele gefunden wurden", so seine Erklärung. Ganz so einfach dürften ihm die Rechteverkäufer dies allerdings nicht durchgehen lassen.

Wem gehört der Fußball?

Arnesson bleibt trotzdem gelassen. Bislang hat noch keiner gegen ihn beziehungsweise seine App geklagt. Er beteuerte, mit dem Angebot, das sich jeder kostenlos herunterladen kann, keine kommerziellen Zwecke zu verfolgen. Im Gegenteil: Die App sei auch ein Statement gegen die Kommerzialisierung der Sportart. "Wem gehört der Fußball?", fragte Arnesson und gab sich die Antwort gleich selber: "Uns, den Fans." Daher habe er auch kein Problem damit, auf fremden Content zu verlinken.

Zwar haben sich einige Rechtevermittler bei ihm gemeldet, bislang habe man aber alle Konflikte einvernehmlich lösen können. "Sollten die Videoplattformen keine Rechte zum Abbilden der Spielszenen haben, entfernen wir die Links wieder", sagte Arnesson. Es gäbe auch eine Mailadresse, bei der Rechteinhaber sich direkt an ihn und sein Team wenden können.

So weit die Theorie. In der Praxis will Arnesson so viele Anhänger wie möglich für die App begeistern: "Damit wir uns im Fall der Fälle mit möglichst vielen Fans wehren können", sagte er. Arnesson ist jetzt also auch abhängig von Fußball-Fans.

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