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Manfred Amerell will Schadensersatz: "Es geht nicht um Rache"

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Amerell will Schadensersatz: "Es geht nicht um Rache"

25.04.2012, 10:00 Uhr | dpa

Manfred Amerell will Schadensersatz: "Es geht nicht um Rache". Manfred Amerell will bis zum Ende weiterkämpfen. (Foto: imago)

Manfred Amerell will bis zum Ende weiterkämpfen. (Foto: imago)

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) droht in der unendlichen Geschichte um den früheren Schiedsrichter-Sprecher Manfred Amerell eine neue Schlammschlacht vor Gericht. Der 65-Jährige will den DFB wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte auf Schadensersatz verklagen. "Mir geht es nicht um Rache", betonte Amerell in der Sportschule Oberhaching bei München. "Es geht um die Aufarbeitung einer Angelegenheit, die seit zwei Jahren offen ist. Die Fakten kommen auf den Tisch." Der DFB sieht der Klage gelassen entgegen.

Zuvor war ein weiterer Annäherungsversuch mit drei hochrangigen DFB-Vertretern geplatzt. Das geplante Treffen von Amerell mit den DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch und Hans-Dieter Drewitz sowie dem stellvertretenden Generalsekretär Stefan Hans wurde kurzfristig abgesagt. Es habe in den vergangenen Monaten seitens des DFB außerhalb der juristischen Ebene mehrere Verständigungsbemühungen mit Amerell gegeben, um ein versöhnliches Ende herbeizuführen, sagte Verbandssprecher Jens Grittner.

Vorwürfe weiter bestritten

Der ehemalige Referee fühlt sich vom DFB seit Beginn des Falls Amerell/Kempter diffamiert und sieht seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, erklärte Amerell-Anwalt Jürgen Langer. Der ehemalige FIFA-Referee Michael Kempter hatte Amerell sexuelle Übergriffe vorgeworfen, was dieser stets bestritten hat. Beim gerichtlichen Vergleich der beiden hatte Kempter seine frühere Aussage, wonach er Amerell deutlich signalisiert habe, keine sexuellen Kontakte zu wollen, erheblich eingeschränkt. Dabei erklärte er zu Protokoll: Seine Signale der Ablehnung können auch so verhalten ausgefallen sein, dass sie für Amerell nicht wahrnehmbar gewesen sein könnten.

Diese Causa war 2009 Auslöser eines großen Schiedsrichter-Skandals. Weitere Affären wie die Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen Top-Referees oder Amerells Auseinandersetzungen mit dem DFB hängen damit zusammen.

DFB bleibt entspannt

"Fakt ist, dass aktuell zwischen dem DFB und Herrn Amerell keine Verfahren vor staatlichen Gerichten anhängig sind. Das Oberlandesgericht München hat zuvor bereits festgestellt, dass sich Herr Amerell in seiner Funktion als Mitglied des Schiedsrichterausschusses mehrere Pflichtverletzungen zu Schulden kommen lassen hat", erklärte DFB-Sprecher Jens Grittner, "seine heutige Ankündigung, den DFB abermals verklagen zu wollen, haben wir zur Kenntnis genommen. Das weitere Verfahren warten wir nun ab."

Amerell hatte am 1. Februar 2010 vor dem Oberlandgericht München eine juristische Niederlage gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Zwanziger einstecken müssen: Dort war er in letzter Instanz mit dem Versuch gescheitert, Zwanziger gerichtlich zu untersagen, öffentlich von einer Amtspflichtverletzung zu sprechen.

Amerell will Rehabilitierung

Ziel seines Mandanten sei vor allem Rehabilitierung, meinte Anwalt Langer. Bis Ende Mai soll die Klage eingereicht sein. "Seit dem 1. Februar 2010 lebe ich nicht mehr, ich existiere nur noch", betonte Amerell, der sich von der Klage gegen den DFB Klarheit verspricht. "Das wird durchgezogen, bis die Wahrheit auf dem Tisch liegt."

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