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Babak Rafati beendet Schiedsrichter-Karriere

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Schiedsrichter Rafati tritt zurück

24.05.2012, 14:28 Uhr | dpa

Babak Rafati beendet Schiedsrichter-Karriere. Babak Rafati wird keine Fußballspiele mehr leiten. (Quelle: imago)

Babak Rafati wird keine Fußballspiele mehr leiten. (Quelle: imago)

Babak Rafati hat einen Schlussstrich unter seine Schiedsrichter-Karriere gezogen. Knapp ein halbes Jahr nach seinem Suizidversuch erklärte der 41-Jährige seinen Rücktritt. Das bestätigte DFB-Vizepräsident Karl Rothmund. Der Druck war für Rafati offensichtlich doch zu groß, um wie anfangs erhofft nach einer Pause einen Neuanfang als Referee zu wagen.

"Ich bedauere es sehr, dass wir einen unserer besten Schiedsrichter verloren haben", sagte Rothmund, der beim Deutschen Fußball-Bund für Schiedsrichter zuständige Vizepräsident. "Ich kann seine persönliche Entscheidung aber nachvollziehen."

Behandlung abgeschlossen

Die Verzweiflungstat von Rafati am 19. November vergangenen Jahres hatte den deutschen Fußball geschockt. Der erfahrene Referee war in einem Hotel vor der Partie 1. FC Köln gegen Mainz 05 mit aufgeschnittenen Pulsadern gefunden und von seinen Assistenten gerettet worden. Rafati war anschließend in stationärer Behandlung, die inzwischen abgeschlossen ist.

Nun hat er sich entschlossen, nicht mehr zu pfeifen und dies vor kurzem auch der DFB-Schiedsrichter-Kommission um deren Vorsitzenden Herbert Fandel mitgeteilt. Der gelernte Bankkaufmann Rafati pfiff in sechs Jahren 84 Erstliga-Spiele. Depressionen wegen des wachsenden Leistungsdrucks waren nach Angaben seines Anwaltes Sven Menke der Grund für den Suizidversuch.

Dreimal zum schlechtesten Schiedsrichter gewählt

"Im persönlichen Empfinden von Herrn Rafati wurde vor allem ein wachsender Leistungsdruck für ihn als Schiedsrichter und der damit verbundene mediale Druck in Kombination mit der ständigen Angst, Fehler zu machen, zu einer immer größeren Belastung", schrieb Menke. Dieser Belastung habe sich Rafati, der im Fachmagazin "kicker" von den Bundesliga-Profis dreimal zum schlechtesten Unparteiischen gewählt worden war, nicht mehr gewachsen gefühlt.

Dennoch hatte er über seinen Anwalt mitteilen lassen, dass es sein Ziel sei, wieder zu pfeifen: "Babak Rafati wünscht sich, am Ende dieser Therapie in sein normales Leben zurückkehren zu können, auch als Schiedsrichter." Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.

"Ich bin wieder gesund"

Gesundheitlich soll es Rafati nach Beendigung der stationären Behandlung besser gehen. Der "Bild"-Zeitung hatte er vor einem Monat gesagt: "Ich bin wieder gesund." Er hatte zudem erklärt: "Ich war in einer scheinbar ausweglosen Situation. Es war ein Glücksfall, dass ich rechtzeitig Hilfe bekommen habe."

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