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Lahm spielt gegen Portugal auf linker Abwehrseite

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Löw sieht sein Team "gewappnet" für EM

08.06.2012, 14:26 Uhr | dpa

Lahm spielt gegen Portugal auf linker Abwehrseite. Bundestrainer Joachim Löw plant auf der linken Abwehrseite mit Philipp Lahm.

Bundestrainer Joachim Löw plant auf der linken Abwehrseite mit Philipp Lahm. (Quelle: dpa)

Danzig (dpa) - Der Wettkampftrainer Joachim Löw meldet "startklar" zum Gipfelsturm und geht im ersten Spiel der EM 2012 gleich hohes Risiko. Der Chef der deutschen Titelmission will am Samstag im Ernstfall gegen das von Weltstar Cristiano Ronaldo angeführte Portugal alle Sorgenkinder in die Startelf stellen.

Löw plant mit Per Mertesacker als Abwehrchef, Bastian Schweinsteiger als Mittelfeldorganisator und Miroslav Klose als Angriffsspitze. Zudem wird Jérôme Boateng wohl trotz seines nächtlichen Ausflugs in eine Berliner Hotelbar unmittelbar vor dem Abflug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach Polen eine Chance zur Wiedergutmachung auf dem Rasen bekommen.

"Dass mir das nicht gefallen hat, ist selbstverständlich. Er hat eine Bringschuld", formulierte Löw am Donnerstag deutlich. der Chef setzte den gelernten Innenverteidiger vor dem wichtigen Turnierstart am Samstag im ukrainischen Lwiw stark unter Druck. Der Bundestrainer hat sowohl mit Boateng als auch mit der ganzen Mannschaft das unprofessionelle Verhalten des Münchners aufgearbeitet. Von den Schlagzeilen der vergangenen Tage habe sich Boateng im Training unbeeidruckt gezeigt, beobachtete Löw. Nun müsse er in der Lage sein, "sich zu zerreißen". Als Alternative für Boateng testete er Mittelfeldspieler Lars Bender im Training rechts hinten.

Schon einmal hatte Löw einen seiner Spieler so drastisch gerügt und von einer "Bringschuld" gesprochen. Bastian Schweinsteiger leistete sich bei der EURO 2008 im Spiel gegen Kroatien (1:2) in der Nachspielzeit eine Tätlichkeit, nach schlechten Trainingsleistungen war der Münchner ohnehin nur Einwechselspieler gewesen. Die Schuld löste Schweinsteiger dann mit seinem Führungstreffer beim 3:2-Sieg im Viertelfinale ein - gegen Portugal!

Die vergangenen Duelle gegen die Portugiesen interessieren Löw vor der Neuauflage nicht. "Wir müssen mit hoher Wachsamkeit spielen", warnte der Bundestrainer aktuell vor "einer der technisch stärksten Mannschaften in der Welt" mit dem Ausnahmekönner Ronaldo. Nach drei Wochen Vorbereitung auf Sardinien, in Südfrankreich und Danzig ist Löw "absolut positiver Dinge" für das ersten Spiel in Gruppe B: "Wir sind gewappnet und hochmotiviert. Wir sind bereit."

Das würde auch auf die nach langen Pausen um ihre Form ringenden Stammkräfte Mertesacker, Schweinsteiger und Klose zutreffen, machte Löw deutlich. "Im Training sind sie stabil", vermeldete der 52-Jährige. Allerdings musste der Wahl-Engländer Mertesacker am Donnerstag nach einem Zusammenprall mit Boateng das Training abbrechen; Löw geht nicht von einer spielgefährdenden Blessur aus.

Der Bundestrainer will es wagen, das routinierte Trio ins Rennen zu schicken, auch wenn bei jedem Einzelnen noch einige Prozente zur vollen Leistungsfähigkeit fehlen. "Wettkämpfe sind eine Stufe höher. Man muss sehen, was in dem Turnier, in dem Spiel passiert", meinte Löw. Festgelegt hat er sich, dass Kapitän Philipp Lahm auf der linken Seite verteidigt - und das nicht nur zum Turnierauftakt: "Für unser Spiel ist das gut. Das ist abgestimmt, das lassen wir auch so."

Die Trainingsleistungen speziell in der letzten Woche haben Löw ein gutes Gefühl vermittelt. "Im Training war viel Gift, Dynamik und Siegeswille in den Spielformen zu spüren", lobte er seine 23 Spieler. Es werde Zeit, dass es losgeht, betonte Kapitän Lahm: "Wir müssen vom ersten Spiel an voll da sein. Es wird ein schwieriges Turnier."

Löw warnte nicht nur vor der Ausnahmestellung von Real-Star Ronaldo, sondern vor dem gesamten Team des Gegners. "Wir sind nicht zu selbstbewusst und schon gar nicht arrogant oder überheblich", versicherte der Bundestrainer. Nur der Auftakt zählt und keine verfrühten Titelträume: "Wer zwei oder drei Schritte vorausdenkt, stolpert meist." Er selbst fiebert den großen Aufgaben entgegen: "Ich bin ein Wettkampftrainer." Gemessen wird auch er an den Ergebnissen mit einem gereiften Team, das die Favoritenlast schultern muss.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei ihrem 90-minütigen Blitzbesuch im DFB-Quartier in Danzig Löw und Co. nochmals Mut gemacht. "Ich habe einen wunderbaren Mannschaftsgeist und viel Zusammenhalt unter den Spielern gespürt. Jetzt wünsche ich dem Team - wie viele Millionen Menschen in Deutschland - einfach Erfolg und das notwendige Quäntchen Glück", erklärte die Kanzlerin. Ob Merkel auch bei einem Spiel in Polen und der wegen der Menschenrechtslage scharf kritisierten Ukraine auf der Tribüne mitfiebern wird, ist offen.

Neuer - Boateng, Mertesacker, Badstuber, Lahm - Khedira, Schweinsteiger - Müller, Özil, Podolski - Klose

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