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Wettskandal: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Cichon und Schnitzler

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Schnitzler: Kontakt zu Wettpaten war "größte Dummheit meines Lebens"

14.06.2012, 16:19 Uhr | dpa, sid

Wettskandal: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Cichon und Schnitzler. Thomas Cichon (li.), damals VfL Osnabrück, und Rene Schnitzler vom FC St. Pauli im Zweikampf im Jahr 2007.   (Quelle: imago)

Thomas Cichon (li.), damals VfL Osnabrück, und Rene Schnitzler vom FC St. Pauli im Zweikampf im Jahr 2007. (Quelle: imago)

Neues vom Prozess um den größten Wettskandal der europäischen Fußballgeschichte: Die Staatsanwaltschaft Bochum hat vor dem örtlichen Landgericht offiziell Anklage gegen die beiden Profis Thomas Cichon und Rene Schnitzler erhoben. Betroffen sind zudem vier weitere, namentlich nicht genannte Fußballer, allesamt Vertragsamateure. Dies bestätigte der stellvertretende Pressesprecher des Landgerichts, Michael Rehaag.

Cichon und Schnitzler, frühere Spieler vom VfL Osnabrück beziehungsweise des FC St. Pauli, wird in den Ermittlungen um den Wettskandal von 2008 und 2009 unter anderem Beihilfe zum Betrug und Unterstützung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Ihnen sowie einem weiteren Akteur wird zudem Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Ein weiterer Spieler muss sich wegen uneidlicher Falschaussage verantworten.

18 Partien manipuliert - Cichon streitet alles ab

Damals sollen insgesamt 18 Spiele manipuliert worden sein, sechs aus der 2. Bundesliga, sieben aus der Regionalliga Süd und fünf aus der Regionalliga West. Cichons ehemaliger Teamkollege in Osnabrück, Marcel Schuon, hatte den 131-maligen Bundesligaspieler beschuldigt, Spiele aktiv manipuliert zu haben. Schuon selbst war zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Cichon streitet bislang jegliche Beteiligung an Spielmanipulationen ab.

Schnitzler gibt Manipulationen zu

Schnitzler war im Juli vergangenen Jahres vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Jahre und sechs Monate gesperrt. Die Sperre endet am 30. September 2013. Der 26 Jahre alte Stürmer hatte gegenüber dem DFB-Kontrollausschuss eingeräumt, für fünf Meisterschaftsspiele von St. Pauli im Zeitraum von Mai 2008 bis November 2008 Manipulationsabsprachen mit einem niederländischen Wettspieler und -vermittler getroffen und für vier dieser Spiele erhebliche Geldbeträge erhalten zu haben.

Schnitzler bezeichnete den Kontakt zu Wettpaten als größte Dummheit in seinem Leben. "Ich habe wie einige Menschen ein paar Dummheiten gemacht in meinem Leben, aber diese Dummheit, damals von dem Wettpaten 100.000 Euro angenommen zu haben, war die größte. Ich werde sie immer bedauern, kann sie aber nicht ungeschehen machen", sagte der ehemalige Spieler zu "stern.de". Als Grund, warum er sich auf Wettpaten einließ, sagte Schnitzler: "Ich hatte damals meine Spielsucht nicht im Griff. Diese Sucht ist ein Problem, an dem ich arbeite."

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