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Sepp Blatter: Franz Beckenbauer geht auf Distanz zum FIFA-Boss

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Beckenbauer geht auf Distanz zu Blatter

16.07.2012, 08:05 Uhr | t-online.de

Sepp Blatter:  Franz Beckenbauer geht auf Distanz zum FIFA-Boss. Franz Beckenbauer (li.) kann Blatters Meinung nicht nachvollziehen. (Quelle: imago)

Franz Beckenbauer (li.) kann Blatters Meinung nicht nachvollziehen. (Quelle: imago)

Der Streit zwischen FIFA-Boss Joseph S. Blatter und dem deutschen Fußball geht in die nächste Runde. Nachdem DFL-Präsident Reinhard Rauball Blatter zum Rücktritt aufgefordert hatte, kritisierte dieser die Vergabe der WM 2006 an Deutschland. "Gekaufte WM? Da erinnere ich mich an die WM-Vergabe für 2006, wo im letzten Moment jemand den Raum verließ. Und man so statt zehn zu zehn bei der Abstimmung ein zehn zu neun für Deutschland hatte." Mit dieser Aussage hat er sich endgültig zur Persona non grata gemacht. Vor allem Franz Beckenbauer zeigte sich erbost.

Der WM-Chef ist richtig sauer: "Ich kann die Äußerungen und Andeutungen von Sepp Blatter nicht nachvollziehen. Er irrt ja schon beim Ergebnis. Es war 12:11 für uns, nicht 10:9. Entscheidend war, dass die acht Europäer geschlossen für uns gestimmt haben", sagte Beckenbauer gegenüber der "Bild".

Stimme verloren - nicht gewonnen

Fedor Radmann, der ehemalige Vizepräsident des Organisationskomitees der WM 2006, bestätigte Beckenbauer: "Blatters Angaben sind falsch", sagte Radmann dem "Tagesspiegel". "Wir haben die Abstimmung 12:11 gewonnen und nicht 10:9 und durch die Enthaltung von Charles Dempsey haben wir seine Stimme verloren und nicht gewonnen. Dempsey hatte dem DFB zugesichert, zuerst für England zu stimmen und nach einem Ausscheiden Englands für Deutschland."

Niersbach ist geschockt

Vorher hatte sich bereits DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verständnislos gezeigt: "Die Reaktion des FIFA-Präsidenten hat mich geschockt", sagte der 61-Jährige. DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock legte nach: "Diese nebulösen Andeutungen sind völlig haltlos und scheinen vor allem den Zweck zu haben, von den aktuellen und aktenkundigen Vorgängen ablenken zu wollen."

Nach Meinung von Rauball "sollte Sepp Blatter seine Amtsgeschäfte schnellstmöglich in andere Hände geben". Die FIFA trifft sich morgen zum Thema Ethik-Kommission. "Wir sind gespannt, ob es Konsequenzen gibt", sagte Niersbach. Blatter selbst gibt sich aber weiter selbstbewusst und glaubt an eine weitere Amtszeit. "Ich glaube an mich. Man darf nicht vergessen: Der Fifa-Präsident ist gewählt von der Fußballwelt, nicht von den Medien."

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