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Zieler für Testspiel gesperrt - Löw: Regel "unsinnig"

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Zieler betrübt, Wechselbad für ter Stegen

16.08.2012, 10:47 Uhr | dpa

Zieler für Testspiel gesperrt - Löw: Regel "unsinnig". Torwart Ron-Robert Zieler wurde wegen einer "Notbremse" für ein Testspiel gesperrt.

Torwart Ron-Robert Zieler wurde wegen einer "Notbremse" für ein Testspiel gesperrt. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Ron-Robert Zieler hatte sich so viel für sein zweites Länderspiel vorgenommen und erlebte einen Alptraum, Konkurrent Marc-André ter Stegen konnte wenigstens eine kleine Heldentat vorweisen.

"Er hat einen Elfmeter gegen Messi gehalten. Das war ein gutes Gefühl für ihn", betonte Joachim Löw. Der Bundestrainer nahm seine zwei unglücklichen Torhüter, die nach der Ausmusterung von Routinier Tim Wiese um die Nummer 2 hinter Stammkraft Manuel Neuer kämpfen wollen, nach dem 1:3 gegen Argentinien in Schutz.

Zieler sah "Rot" nach einer Notbremse gegen den ehemaligen Bayern-Profi José Sosa, den er im Strafraum von den Beinen holte. Blöd gelaufen, zu viel riskiert. "Ich habe mich entschieden rauszugehen, komme einen kleinen Tick zu spät. Und das reicht dann eben aus, um den Stürmer zu Fall zu bringen und Foul zu spielen", schilderte Zieler seine Sicht der Schlüsselszene in der 30. Minute.

Er ahnte, was kommen würde, "weil das Regelwerk so ist, dass es dafür eine Rote Karte gibt. Für uns Torhüter ist das natürlich eine blöde Regel, Elfmeter und die Rote Karte gegen sich zu bekommen." Als "unsinnig" bezeichnete Löw die doppelte Torhüter-Strafe. "Jeder Fußballfan will diese Regelung abschaffen", meinte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff. Für ein Testspiel wird Zieler gesperrt werden.

Der für Neuer nachnominierte ter Stegen wurde zunächst zum Nutznießer von Zielers Ungeschicktheit. Der 20-jährige Gladbacher kam rein und hielt den Elfmeter von Weltstar Lionel Messi - das Publikum feierte den Youngster. "Für mich war es schwer, aus der kalten Tasche ins Spiel zu kommen", bemerkte ter Stegen und ergänzte: "Ich denke, ich habe es ganz gut gemacht am Anfang."

Denn auch für ihn verlief das zweite Länderspiel danach alles andere als glücklich, knapp drei Monate nach dem 3:5-Debüt in der Schweiz wurde sein Tor fast wieder zur Schießbude. Los ging es mit einem Eigentor von Sami Khedira. Messis 2:0 war "gut gespielt von den Argentinien, dann steht noch einer im Weg und ich sehe den Ball nicht", erzählte ter Stegen. Beim Gewaltschuss von Angel Di Maria zum dritten Tor versperrte ihm "ein kompletter Pulk vor dem Ball" die Sicht. "Das ist einfach schade gewesen", resümierte ter Stegen. Mit Messi lieferte er sich noch ein Wortgefecht, als der ihn noch lässig überlupfte - der Ball trudelte knapp am Tor vorbei.

Löw gab seinen jungen, unerfahrenen Schlussmännern verbale Rückendeckung. "Natürlich war Ron ziemlich betrübt. Das muss er gar nicht sein. Es war einfach eine unglückliche Situation", sagte er über den 23-jährigen Zieler, der bei seinem Debüt gegen die Ukraine (3:3) im November 2011 stark gehalten hatte. Und ter Stegen müsse "man gar nicht so aufbauen", befand der Bundestrainer: "Er konnte nichts tun bei den Toren." Acht nach zwei Spielen sind aber bitter.

Löw hat auf dem Weg zur WM 2014 einen Kampf der Torhüter-Talente um die Positionen hinter Neuer ausgerufen. Auch die U-21-Keeper Bernd Leno (20/Bayer Leverkusen) und Oliver Baumann (22/SC Freiburg) dürfen hoffen. Vielleicht heißt die Lösung aber auch ganz anders, nämlich René Adler. Der 27-Jährige greift nach vielen Verletzungen jetzt beim HSV neu an. Löw hatte Adler im März 2010 sogar schon zum WM-Torwart für Südafrika ausgerufen - als Nummer 1 vor Neuer übrigens.

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