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Späte Özil-Show: Deutschland ringt Färöer 3:0 nieder

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Späte Özil-Show: Deutschland ringt Färöer 3:0 nieder

07.09.2012, 23:18 Uhr | dpa

Späte Özil-Show: Deutschland ringt Färöer 3:0 nieder. Mesut Özil (M) erzielte die Treffer zum 2:0 und 3:0 gegen die Färöer.

Mesut Özil (M) erzielte die Treffer zum 2:0 und 3:0 gegen die Färöer. (Quelle: dpa)

Hannover (dpa) - Mit seinem zweiten Doppelpack im Adlertrikot hat Mesut Özil der deutschen Nationalmannschaft den erwarteten Sieg zum Start in die WM-Qualifikation beschert. Der Fußball-Zauberer von Real Madrid traf beim zäh erkämpften 3:0 (1:0) gegen Außenseiter Färöer zweimal (54./71. Minute).

Den 500. deutschen Länderspielsieg gegen einen äußerst defensiv eingestellten Gegner hatte vor 32 769 Zuschauern in Hannover der Dortmunder Mario Götze (28.) eingeleitet.

Özil steigerte sich nach der Pause deutlich und setzte seine Mitspieler immer wieder mit klugen Pässen in Aktion. Der Erfolg hätte allerdings deutlich höher ausfallen müssen, doch ein gutes Dutzend Torchancen ließ das Team von Bundestrainer Joachim Löw ungenutzt, das am Dienstag in Wien gegen Österreich den zweiten Sieg in der WM-Ausscheidung nachlegen will.

Die Zuschauer sahen im ersten deutschen Pflichtspiel nach dem Halbfinal-K.o. bei der EURO von der ersten Minute an den erwarteten Einbahnstraßen-Fußball, doch das erhoffte Torfestival gegen die biederen Amateure blieb aus. Dem DFB-Team fehlten trotz Chancen in Hülle und Fülle allzu oft die Zielstrebigkeit und Entschlossenheit im Abschluss, um den meist mit neun Mann verteidigenden Gegner in die Knie zu zwingen.

Pluspunkte im extrem offensiv ausgerichteten Mittelfeld sammelten zunächst vor allem Marco Reus und Mario Götze. Erst im zweiten Durchgang schwang sich der Wahl-Spanier Özil zum Regisseur auf und krönte sein 40. Länderspiel mit den Toren Nummer zehn und elf im DFB-Trikot. Miroslav Klose, der schon vor zehn Jahren als Torschütze gegen die Färöer geglänzt hatte, war dagegen glücklos im Abschluss und hoffte vergebens auf seinen 65. Treffer in der Nationalelf. Eine Viertelstunde vor Schluss machte Klose Platz für Lukas Podolski.

Kaum geprüft wurde die Hintermannschaft, die Löw kurzfristig umbauen musste, weil sich Marcel Schmelzer im Abschlusstraining eine Fußprellung zugezogen hatte. Holger Badstuber übernahm die Position auf der linken Abwehrseite. Dadurch kam Per Mertesacker an der Seite von Mats Hummels zu seinem Comeback als Innenverteidiger. Der Arsenal-Profi hatte letztmals beim 2:0 im EM-Test gegen Israel Ende Mai in der Startelf gestanden. Dennoch fiel auf, dass Philipp Lahm einige Mühe beim Wechsel von der linken auf seine angestammte rechte Abwehrseite hatte. Der Kapitän sah für ein Foul sogar gelb.

Gegen den 154. der Weltrangliste war die deutsche Mannschaft auf ein frühes Tor aus. An Torhüter Gunnar Nielsen gab es jedoch zunächst kein Vorbeikommen. Der Färöer-Schlussmann, bei seinem Club Manchester City nur die Nummer drei zwischen den Pfosten und praktisch ohne Matchpraxis, parierte nacheinander Schüsse von Marco Reus (8.) und Sami Khedira (11.) in großer Manier. Wenig später köpfte Klose eine Flanke von Rechtsverteidiger Philipp Lahm über den Kasten (19.), ehe Nielsen bei Reus' Direktabnahme (22.) erneut einen Rückstand für seine Mannschaft verhinderte.

Als Löw angesichts der vielen vergebenen Großchancen die Geduld zu verlieren schien und erstmals am Spielfeldrand auftauchte, erlöste Götze die DFB-Auswahl mit dem längst überfälligen 1:0. Ein spektakuläres Solo an der halben Färöer-Abwehr vorbei schloss der Dortmunder zu seinem dritten Länderspieltor ab. Die größte Gelegenheit, den Vorsprung noch vor der Pause auszubauen, vergab Klose (37.), der die Hereingabe des emsigen Reus übers Tor jagte.

Neun Minuten dauerte es bis zur ersten gelungenen Kombination der DFB-Elf im zweiten Spielabschnitt. Sie führte dann aber gleich zum 2:0, als Özil völlig freistehend die Flanke von Müller über die Linie drückte. Aber auch nach dem zweiten Gegentreffer gaben die Gäste ihre destruktive Taktik nicht auf und igelten sich weiter in der eigenen Hälfte ein. Insofern tat sich die deutsche Mannschaft weiter schwer, die Lücke im Abwehrbollwerk zu finden. Die fand Özil 19 Minuten vor dem Ende, als er den Ball an Nielsen vorbei zum 3:0 ins Netz schob.

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