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DFB-Elf schießt sich für Schweden warm

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Böse EM-Geister verfliegen - "Schweden wird schwerer"

13.10.2012, 07:15 Uhr | dpa

DFB-Elf schießt sich für Schweden warm. Die deutschen Spieler feiern den Sieg gegen Irland.

Die deutschen Spieler feiern den Sieg gegen Irland. (Quelle: dpa)

Dublin (dpa) - Die deutschen Fußballfans berauschten sich in den Pubs von Dublin bis tief in die Nacht am Tore-Sixpack ihrer Lieblinge. Joachim Löw und seine Spieler machten dagegen ganz flott einen Haken unter ihren 6:1-Sieg.

Die Wiederentdeckung der Spielfreude beim 6:1 (2:0) gegen Giovanni Trapattonis "Grüne Jungs" muss das DFB-Team erst noch gegen Schweden bestätigen, um die bösen EM-Geister ganz zu verscheuchen und den Blick wieder ungetrübt auf das nächste große Ziel richten zu können - die WM 2014 in Brasilien.

"Irland darf nicht der Maßstab sein für uns. Wir haben es gut ausgenutzt, aber Schweden wird deutlich schwerer", erklärte der zweifache Torschütze Toni Kroos am Freitagabend noch vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses aus dem Aviva-Stadion mit dem Blick auf den Gruppen-Gipfel am Dienstag in Berlin.

Joachim Löw ließ die Reservisten noch vor dem Heimflug am Samstag in Dublin gleich wieder trainieren, er selbst fehlte wegen einer Erkältung. Der Bundestrainer will unbedingt gegen Zlatan Ibrahimovic und Co. nachlegen. "Gegen Schweden wird es ein anderes Spiel. Wenn wir das gewinnen können, wäre es ein guter Abschluss für das Pflichtspieljahr 2012 und diese Qualifikation bislang. Zwölf Punkte, das wäre klasse", rechnete Löw vor.

Nach drei Siegen geht sein Team als Tabellenführer und Favorit in die Kraftprobe mit dem Hauptkonkurrenten Schweden (6 Punkte), der sich beim Fußball-Zwerg Färöer in seiner erst zweiten Qualifikations-Partie zu einem 2:1-Erfolg quälte und nur dank Torjäger Zlatan Ibrahimovic eine Blamage verhinderte.

Anders das deutsche Team. Beim 13. Quali-Sieg nacheinander verwöhnte die Nationalelf ihre Anhänger erstmals nach der EM wieder mit Fußball-Feinkost und schönen Toren. Marco Reus (32./40. Minute), Mesut Özil (55./Foulelfmeter), Miroslav Klose (58.) sowie der zur Pause eingewechselte Kroos (61./83.) demütigten die Iren. Deren Ehrentor von Andy Keogh in der Nachspielzeit erlebten viele der 44 000 Zuschauer gar nicht mehr mit - sie hatten den Ort der "Schmach", wie der "Irish Independant" schrieb, bereits fluchtartig verlassen.

Der angeschlagene Trapattoni schwärmte von einem "fantastischen Deutschland", dem der entzauberte Maestro mit seinem Not-Team nichts entgegensetzen konnte. Löw dagegen sah in dem höchsten deutschen Sieg gegen Irland die Bestätigung für die Arbeit in der Vorbereitung. "Die Mannschaft hat die Präsenz, die Ausstrahlung, die Körpersprache gezeigt, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen", lobte er. Die Hysterie nach dem EM-Aus sieht er abklingen. "In sechs oder sieben Jahren Amtszeit ist es normal, dass man schwierige Phasen durchmacht. Wir hatten im September nicht den Rhythmus, den wir jetzt haben."

Es gab im 87. Länderspiel unter Löw praktisch nur Gewinner. Die größten waren die beiden Doppel-Torschützen Kroos und Reus, der aus der Stammformation inzwischen nicht mehr wegzudenken ist, sowie der Dortmunder Marcel Schmelzer. Löw hatte mit kritischen Worten den Wackelkandidaten auf dem linken Außenverteidiger-Posten zusätzlich in Zugzwang gebracht. Schmelzer antwortete mit Power auf dem Rasen. "Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich meine Leistung abrufen konnte", sagte der 23-Jährige erleichtert. "Marcel hat gut gespielt. Er hat seine Aufgabe absolut erfüllt", lobte Löw seinen Probanden.

Einziges großes Ärgernis an einem Fußball-Abend zum Genießen war für Löw die Oberschenkelverletzung von Sami Khedira. Der Einsatz des kampfstarken Real-Stars gegen Schweden ist gefährdet. "Man muss mal abwarten, wie der Heilungsprozess verläuft", sagte Löw. Kroos konnte sich als Ersatzmann neben Bastian Schweinsteiger aufdrängen, dessen Rückkehr "dem Spiel Struktur gegeben" habe, wie der Bundestrainer hervorhob. Zudem kehrt Kapitän Philipp Lahm nach seiner verbüßten Gelb-Sperre ins Team zurück.

Teammanager Oliver Bierhoff warnte jedoch nach den aufgeregten Grundsatzdebatten im Vorfeld des Irland-Spiels: "Wir dürfen jetzt in der Euphorie auch nicht einfach umschwenken und sagen, es ist alles beiseitegelegt. Wir wissen, es wird ein schweres Stück Arbeit gegen Schweden. Da wollen wir natürlich nachlegen", sagte Bierhoff zum bevorstehenden Spitzenspiel im Berliner Olympiastadion, zu dem sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel als Edelfan angesagt hat.

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