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Bundesliga-Manager streiten um Sicherheitskonzept der DFL

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Sicherheit: Bundesliga-Manager attackieren sich gegenseitig

30.10.2012, 07:49 Uhr | t-online.de

Bundesliga-Manager streiten um Sicherheitskonzept der DFL. Horst Heldt ist Manager des FC Schalke 04.  (Quelle: imago)

Horst Heldt ist Manager des FC Schalke 04. (Quelle: imago)

Die Debatte um das von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorgelegte "Konzeptpapier Sicheres Stadionerlebnis" geht weiter. Mittlerweile attackieren sich sogar die Bosse der Bundesligisten untereinander. Auslöser waren die derben Worte von Schalke-Manager Horst Heldt, der auf einer Fan-Veranstaltung seine Kollegen als "Ahnungslose" beschimpft hatte und kritisierte, dass viele Vereine die Vorschläge der DFL von vorne herein abgelehnt hätten. Nun keilen die Betroffenen zurück.

"Jeder kann seine Meinung haben", forderte Christian Heidel vom 1. FSV Mainz 05 in der "Bild" und forderte vom königsblauen Kollegen einen sachlicheren Umgang mit dem für die Vereine so wichtigen Thema. "Da hat er sich etwas vergriffen." Und HSV-Boss Carl E. Jarchow kündigte an, die Art und Weise der Diskussion "mit Herrn Heldt mal in Ruhe besprechen" zu wollen. Der HSV habe lediglich Stellung bezogen, mit totaler Ablehnung habe das nichts zu tun. So sieht es auch Martin Bader vom 1. FC Nürnberg: "Das Sicherheits-Papier war nie zum Durchwinken gedacht, sondern als Diskussionsgrundlage."

Hannover-Manager: "Das ist schädlich"

Heldt zur Seite springt allerdings Hannovers Manager Jörg Schmadtke. Auch der 48-Jährige übte Kritik an der in aller Öffentlichkeit geführten Debatte um das DFL-Konzept. "Wenn interne Arbeitspapiere gleich in die Öffentlichkeit lanciert werden, dann bietet man eine breite Angriffsfläche", sagte Schmadtke der "Welt". "Das ist schädlich und behindert alle Bemühungen, die Problematik in den Griff zu bekommen. Wenn sich manche Vereine dann auch noch vor der Zeit öffentlich distanzieren, dann ergibt das insgesamt kein gutes Bild."

In der ganzen Diskussion geht es um einen Maßnahmenkatalog, der von der nächsten Saison an gelten soll. In dem von einer DFL-Kommission erarbeiteten Positionspapier sind unter anderem verschärfte Einlasskontrollen in den Stadien und reduzierte Kartenkontingente für Gäste-Fans bei Verstößen vorgesehen. Die 36 Erst- und Zweitligisten wurden gebeten, eine Stellungnahme zu den Vorschlägen zu unterbreiten. Im Dezember soll dann über den Vorschlag befunden werden.

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