Startseite
Sie sind hier: Home > Sport > Fussball >

Zwanziger: Bierhoff Schuldiger bei Löw-Vertragszoff

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Zwanziger: Bierhoff Schuldiger bei Löw-Vertragszoff

08.11.2012, 13:14 Uhr | dpa

Zwanziger: Bierhoff Schuldiger bei Löw-Vertragszoff. Theo Zwanziger offenbart das Verhandlungsprozedere mit Löw und Bierhoff.

Theo Zwanziger offenbart das Verhandlungsprozedere mit Löw und Bierhoff. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa) - Theo Zwanziger hat im Vertragszoff mit Bundestrainer Joachim Löw im Winter 2009/2010 eigene Fehler eingeräumt, die Hauptschuld an den Streitigkeiten aber Oliver Bierhoff zugeschoben.

Nachdem sich Zwanziger mit Löw auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit per Handschlag geeinigt habe, habe Nationalmannschaftsmanager Bierhoff einen nicht akzeptablen Vertragsentwurf vorgelegt, schreibt der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in seiner Biografie "Die Zwanziger Jahre", aus der die "Bild"-Zeitung vorab zitierte.

"Von Oliver Bierhoff war ich etwas enttäuscht. Er hatte einen bekannten Sportanwalt zur Unterstützung bei der Vertragsverlängerung engagiert, und der musste wohl etwas liefern für sein Geld. So hat er Forderungen zu Papier gebracht, die an die Grenzen und darüber hinaus gingen. Bierhoff mag gedacht haben, man könne ja mal ausloten, was geht. Den Zeitdruck, unter dem wir standen, hat er dabei unterschätzt", heißt es in Zwanzigers Buch.

Bierhoff wollte sich nach DFB-Angaben nicht zu der Darstellung Zwanzigers äußern. Der Konflikt ist laut Zwanziger mittlerweile beigelegt. "Das geht nicht an einem Tag, aber der Prozess hat auch nicht sehr lange gedauert. Ich bin Oliver Bierhoff bis heute menschlich sehr verbunden", schreibt Zwanziger.

Laut Zwanziger sah der Vertrag Gehaltssteigerungen vor, "die für den gemeinnützigen DFB nicht vertretbar waren, dazu einen sogenannten Signing Fee, einen zusätzlichen Bonus für die Unterschrift". Außerdem habe Bierhoff Kompetenzen gefordert, "die zum Teil gar nicht mit unserer Satzung zu vereinbaren waren."

Dazu zählte unter anderen ein Vetorecht, wenn ein Nachfolger für Joachim Löw berufen werden müsse. Ohne die Zustimmung des Teammanagers hätte der DFB demnach keinen Bundestrainer verpflichten können. "Mit diesem Entwurf waren die Grenzen meiner Großzügigkeit überschritten", schreibt Zwanziger.

Erst bei einem späteren Friedensgipfel seien alle Missverständnisse ausgeräumt worden. "Ich entschuldigte mich für die von mir verschuldeten Kommunikationspannen, Löw versicherte, er habe mich nicht der Lüge bezichtigen wollen, und Bierhoff räumte ein, dass er mit seinem Vertragsentwurf deutlich übers Ziel hinausgeschossen war. Damit war ein Burgfriede geschlossen, aber die Missstimmung zwischen den Beteiligten schwelte noch eine ganze Weile weiter", so Zwanziger.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

Shopping
Mit dem Multitalent wird jedes Kochen zum Erlebnis

Krups Multifunktions-Küchenmaschine HP5031: Ihr Partner für kreative Kochideen! bei OTTO.de

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal