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Aufstieg in weiter Ferne: Rostock im Mittelmaß

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Aufstieg in weiter Ferne: Rostock im Mittelmaß

09.12.2012, 16:13 Uhr | dpa

Leipzig (dpa) - De FC Hansa Rostock taumelt in der 3. Fußball-Liga nur noch der Winterpause entgegen. Nach der 0:1-Heimniederlage gegen die SpVgg Unterhaching rennen die Norddeutschen ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Fünf Niederlagen kassierte Rostock nun schon hintereinander.

Die aktuelle Bilanz des Zweitligaabsteigers: Platz neun, elf Punkte hinter einem direkten Aufstiegsplatz. "Die Tabelle lügt nicht. Wir haben den Anschluss nach oben verloren", stammelte Hansas Mittelfeldspieler Michael Blum.

"Im Moment haben wir leider überhaupt kein Glück im Abschluss und dann kommt es noch schlimmer mit dem 0:1 in der 88. Minute. Dieses Tor war wie der Knüppel auf den Kopf - es ist im Moment wie verhext. Das müssen wir erst einmal verdauen und versuchen, in Babelsberg den Bock umzustoßen", meinte Hansa-Trainer Marc Fascher, der ansonsten "grundsätzlich ein gutes Spiel" seiner Mannschaft gesehen hatte. Was fehlt, sind die Punkte. Und das macht auch das Umfeld unruhig.

Wo es seit der Mitgliederversammlung ohnehin rumort. "Die Kräfteverhältnisse haben sich eindeutig zugunsten der Fan-Szene verschoben", betont der Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats, Horst Klinkmann. Schon lange forderten die Rostocker Ultras den Rauswurf von Vorstandschef Bernd Hofmann. Der Clubboss hatte nach schweren Ausschreitungen im Spiel gegen den FC St. Pauli die stimmungstreibende Südtribüne schließen lassen und weigert sich, diese wieder zu öffnen. Für den neuen Aufsichtsratschef Thomas Abrokat, Topkandidat der aktiven Fan-Szene bei der Wahl zum Aufsichtsrat, liegt eine Lösung des Problems "im Moment an erster Stelle auf der Agenda".

Das Verhältnis beider Führungsgremien gilt als frostig. Einige Aufsichtsräte hatten sich bereits vor der Wahl gegen Hofmann ausgesprochen. Dabei hatte der Clubchef noch im Frühjahr eine drohende Insolvenz abgewendet. Die wirtschaftliche Konsolidierung des mit 6,6 Millionen Euro verschuldeten Vereins ist die wohl größte Baustelle - sonst droht der letzte DDR-Meister endgültig von der Bildfläche zu verschwinden.

Klar nach oben zeigt hingegen der Trend für Mitabsteiger Karlsruher SC. Das 2:0 beim Halleschen FC bedeutet den achten Ligasieg in Serie. Trotzdem bremst KSC-Trainer Markus Kauczinski die Euphorie: "In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Bälle leicht verloren und hatten einige gefährliche Situationen zu überstehen. Halle hat uns viel abverlangt." Mit dem Sieg bleiben die Badener im Aufstiegsrennen. Punktgleich mit dem Tabellenzweiten ist Preußen Münster, das am Sonntag beim Chemnitzer FC quasi mit dem Schlusspfiff noch zu einem 2:2 kam.

Unangefochtener Spitzenreiter bleibt der VfL Osnabrück nach dem 3:0-Heimerfolg gegen den 1. FC Saarbrücken. Nur vier Minuten brauchten die Niedersachsen zu Beginn der zweiten Halbzeit, um den Sieg perfekt zu machen. Auch der ärgste Verfolger des Spitzentrios, Arminia Bielefeld, konnte seine Aufstiegsambitionen untermauern. Beim 4:2 gegen Borussia Dortmund II drehte die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer einen 0:2-Rückstand und behauptete somit den vierten Tabellenplatz. Bielefelds Doppeltorschütze Fabian Klos ist nun mit 13 Saisontreffern Spitzenreiter der Torschützenliste.

Aufgrund der Witterungsverhältnisse wurden fünf Partien des 21. Spieltags abgesagt. Nachholtermine stehen noch nicht fest.

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