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DFL: Sicherheitspapier von den 36 Klubs verabschiedet

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Die 36 DFL-Klubs verabschieden mehrheitlich das Sicherheitskonzept

13.12.2012, 08:18 Uhr | dpa

DFL: Sicherheitspapier von den 36 Klubs verabschiedet. Nicht zuletzt die Krawalle beim Revierderby haben die Dringlichkeit der Sicherheitsfrage deutlich gemacht. (Quelle: dpa)

Nicht zuletzt die Krawalle beim Revierderby haben die Dringlichkeit der Sicherheitsfrage deutlich gemacht. (Quelle: dpa)

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) atmet erleichtert auf: Die 36 Profiklubs haben das neue Sicherheitskonzept im deutschen Fußball mit großer Mehrheit verabschiedet und alle 16 Anträge abgesegnet.

"Ich glaube, dass unter dem Strich der professionelle Fußball als Gewinner aus der Veranstaltung herausgeht", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball nach der Ligaversammlung in Frankfurt/Main und versicherte, die Beschlüsse würden die Fußballkultur in Deutschland nicht gefährden.

Verschiebung mit großer Mehrheit abgelehnt

Wie aber beispielsweise die Einlasskontrollen künftig genau aussehen sollen und ob die Anzahl von Gästetickets bei Risikospielen begrenzt werden kann, war zunächst genauso wenig bekannt wie andere Details der Einigung. Nach Angaben der DFL sollen unter anderem die Fan-Beauftragten verstärkt einbezogen werden, für Pyro-Technik gebe es auch künftig keinen Spielraum.

Bei den meisten Anträgen gab es nach Angaben von Rauball eine Zustimmung von mindestens 90 Prozent. Den Vorstoß des Zweitligisten FC St. Pauli auf Verschiebung des Votums hätten insgesamt fünf Klubs unterstützt, sagte Rauball. 31 Vereine lehnten dies ab.

Fans enttäuscht

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) begrüßte die Entscheidung. "Dass die deutliche Mehrheit der Lizenzvereine Geschlossenheit demonstriert und für das Sicherheitskonzept gestimmt hat, ist ein wichtiges Zeichen für den gesamten Fußball und die überwältigende Mehrheit der friedlichen Fans in Deutschland", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Die Vertreter der Vereine einigten sich in einer gut einstündigen nichtöffentlichen Sitzung auf das besonders bei Fanvertretern umstrittene Maßnahmenpaket. Philipp Markhardt, Sprecher der Organisation "ProFans" wertete die Entscheidung als "absolut negativ" und kündigte weitere Proteste an. "Wir machen uns nicht zum Büttel von Herrn Rauball", sagte Markhardt. Fanvertreter hätten von Beginn in einen Dialog mit einbezogen werden müssen. "Der Stil ist unter jeder Kanone." Die Zweitligisten Union Berlin und der FC St. Pauli teilten mit, allen 16 Anträgen die Zustimmung versagt zu haben.

Klare Absage an Forderung nach Bezahlung von Polizeieinsätzen

Innenminister von Bund und Ländern hatten DFL, DFB und die Vereine aufgefordert, nach vermehrten Ausschreitungen in den Arenen zu einer Entscheidung zu kommen. Rauball verlangte von der Politik nach den zum Teil hitzigen Debatten der vergangenen Wochen, von Drohungen in Richtung der Verbände, Vereine und Fans, etwa in Bezug auf die Bezahlung von Polizeieinsätzen, abzusehen. Solche Drohungen müssten "ein für alle Mal vom Tisch sein", sagte er.

Zugleich lobte Rauball das Votum der Klubs, das seiner Ansicht nach die Autonomie des Liga-Verbandes stärke. Nichts sei schlimmer, als eine Verbandsautonomie zu haben, aber dennoch "nach Vorstellung der anderen" arbeiten zu müssen, sagte er.

Polizeiaufgebot riegelt die Tagungsstätte ab

Mehrere hundert Fans hatten sich trotz bitterer Kälte vor dem Frankfurter Hotel versammelt, ein Polizeiaufgebot riegelte die Tagungsstätte ab. An den vergangenen drei Spieltagen hatten die Anhänger in den Bundesliga-Stadien mit ihrer Schweige-Aktion über 12 Minuten und 12 Sekunden lautlos, aber eindrucksvoll protestiert. Zudem gab es am vergangenen Wochenende noch Demonstrationen.

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