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Ohne Schweinsteiger in Paris: Keine Spaßveranstaltung

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Ohne Schweinsteiger in Paris: Keine Spaßveranstaltung

03.02.2013, 13:11 Uhr | dpa

Ohne Schweinsteiger in Paris: Keine Spaßveranstaltung. In Paris wird Bastian Schweinsteiger nicht spielen können.

In Paris wird Bastian Schweinsteiger nicht spielen können. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Die Absage von Bastian Schweinsteiger erreichte Geburtstagskind Joachim Löw in seiner Heimat Freiburg. Der Vizekapitän des DFB-Teams musste am Sonntag wegen einer Verletzung am rechten Sprunggelenk seine Teilnahme am Testländerspiel gegen Frankreich absagen.

Ärger kam vor dem ersten Auftritt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in diesem Jahr überraschend noch aus einer ganz anderen Ecke. Die Nummer 1, Manuel Neuer, nörgelte vor dem Treffen des nun 22-köpfigen Kaders am Montag in Frankfurt über die vom Bundestrainer verfügte Bankrolle gegen die Franzosen.

"Es ist keine Spaßveranstaltung. Aber es gibt die Möglichkeit, das eine oder andere mal auszuprobieren", erläuterte Löw, der am Sonntag seinen 53. Geburtstag feierte, die grundsätzliche Strategie für das Freundschaftsspiel am Mittwoch im Stade de France vor den Toren von Paris. Neuer zeigte sich wenig amüsiert. "Ich denke, dass es für uns ein wichtiges Spiel ist, da hätte ich sehr gerne gespielt. Ich würde mich auch gerne auf die Bank setzen, aber zum richtigen Zeitpunkt", erklärte der selbstbewusste Torwart nach dem 3:0-Sieg seines FC Bayern am Wochenende in Mainz.

Löw hat Rückkehrer Adler für die heikle Frankreich-Mission statt Neuer den Startplatz versprochen: "Es ist imponierend, mit welcher Ruhe, Gelassenheit, mit welcher Klasseleistung und Persönlichkeit er im Verein zurückgekommen ist und die Mannschaft beeinflusst hat", lobte Löw. Eine Arbeitsteilung in Paris sei nicht vorgesehen. "Es ist geplant, dass Rene Adler 90 Minuten spielt. Ein Wechsel auf der Torhüterposition ist immer ein bisschen problematisch." Der Torwart vom Hamburger SV feiert nach 27 Monaten sein Comeback im DFB-Team. Neuer, in der Bundesliga seit 339 Minuten ohne Gegentor, war von Torwartcoach Andreas Köpke am Telefon informiert worden.

Chef Löw sortierte vom heimischen Schreibtisch die Lage. Sein Assistenten Hansi Flick sollte beim Duell Bayer Leverkusen gegen Borussia Dortmund nochmals ein Drittel des Paris-Reisekaders unter die Lupe nehmen. "Ich hätte gerne gespielt, aber jetzt ist es so, dass René spielt. Das muss ich akzeptieren", meinte der 26-jährige Neuer zur Torwartentscheidung und wollte sich über Adlers Entwicklung nicht detailliert äußern: "Ich habe seine Entwicklung nicht verfolgt, weil ich bei Bayern München spiele."

Zwar betonte Löw erneut die Stammkraft-Rolle von Neuer. Und das Duell gegen den fußballerisch wiedererstarkten Nachbarn ist nur ein Test. Doch Brisanz gibt es nach dem für Löw und die Nationalelf unbefriedigenden 2012 genug. Vor zwölf Monaten war der Jahresauftakt mit 1:2 gegen Franzreich verloren gegangen, ebenfalls ohne Neuer und mit Tim Wiese im Tor. Dem bitteren EM-Aus gegen Italien war ein 1:3 gegen Argentinien und später das ernüchternde 4:4 gegen Schweden gefolgt. Erst ein 0:0 in Holland glättete etwas die Wogen.

Nun wartet mit den Franzosen des neuen Cheftrainers Didier Deschamps gleich wieder eine harte Nuss. "Das ist ja unsere Vorgabe, dass wir versuchen, möglichst starke, attraktive Gegner zu bekommen, gegen die wir gefordert sind", betonte Löw. Er ist jedoch guter Dinge, dass es seinem Team trotz des Schweinsteiger-Ausfalls gelingt, nach fünf Jahren endlich wieder einen Jahresauftakt zu gewinnen.

"Ich habe das Gefühl, dass die Spieler in der Bundesliga und im Ausland ganz gut aus der Pause gekommen sind", meinte Löw. Bis auf Verteidiger Holger Badstuber (Kreuzbandriss) und dessen Bayern-Kollegen Schweinsteiger (drei Tage Trainingspause) ist sein bester Kader bereit. Auf eine Nachnominierung verzichtet Löw.

Lukas Podolski hat den FC Arsenal in der englischen Premier League zum 1:0 gegen Stoke City geschossen und damit auch seine Ambitionen im DFB-Team unterstrichen. Allerdings musste der Ex-Kölner zunächst auf der Bank auf seine Chance warten. Mesut Özil erlebte die 0:1-Schlappe von Real Madird beim Abstiegskandidaten FC Granada in der spanischen Liga nicht auf dem Rasen, da er gelbgesperrt war. Sami Khedira wurde zur Halbzeit ausgewechselt. Das Kräftemessen mit dem Weltmeister von 1998 ist für Löw schon jetzt Teil der Vorbereitung auf die WM in eineinhalb Jahren in Brasilien: "Da kann ich einige Erkenntnisse gewinnen."

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