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Jüngste internationale Wettskandale im Fußball

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Jüngste internationale Wettskandale im Fußball

04.02.2013, 14:59 Uhr | dpa

Januar 2013: Nach einem Wettskandal im südkoreanischen Fußball sperrt der Weltverband FIFA 41 koreanische Spieler weltweit. 2011 waren organisierte Spielmanipulationen ans Licht gekommen. Die beteiligten Akteure sollen in Spielen der nationalen K-Liga absichtlich Fehler gemacht haben, um dadurch den Verlauf zu beeinflussen. Im Gegenzug sollen sie Geld von Glücksspielvermittlern erhalten haben.

Dezember 2012: Der Bundesgerichtshof hebt das Urteil gegen den Wettpaten Ante Sapina zum Teil auf. Der Prozess muss neu verhandelt werden. Das Landgericht Bochum habe nicht geprüft, ob eine Strafmilderung nach der sogenannten Kronzeugenregelung infrage komme. Sapina war im Mai 2012 zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte mit Komplizen im großen Stil Wetten auf manipulierte Fußballspiele platziert und damit insgesamt 2,3 Millionen Euro eingenommen.

Dezember 2012: Der Wettskandal in der italienischen Serie A beschert dem SSC Neapel einen Punktabzug für die laufende Saison und eine Geldstrafe in Höhe von 70 000 Euro. Kapitän Paolo Cannavaro und Teamkollege Gianluca Grava wurden wegen eines nicht angezeigten Spielmanipulationsversuchs für sechs Monate gesperrt. Im Mai 2010 soll der frühere Torwart der Süditaliener, Matteo Gianello, versucht haben, das Serie-A-Spiel bei Sampdoria Genua zu manipulieren. Cannavaro und Grava sollen Absprachen abgelehnt, den Vorfall aber nicht angezeigt haben. Gianello selbst wurde für drei Jahre und drei Monate gesperrt.

Dezember 2012: Der Präsident des südafrikanischen Fußballverbands SAFA, Kirsten Nematandani, und vier weitere hochrangige Offizielle werden auf unbestimmte Zeit suspendiert. Zuvor hatte die FIFA ihren Untersuchungsbericht zu den Testspielen Südafrikas gegen Thailand, Bulgarien, Kolumbien und Guatemala vorgelegt. Der Weltverband sah es als erwiesen an, dass die Ergebnisse der Partien 2010 zugunsten der asiatischen Wettmafia beeinflusst worden waren. Dreh- und Angelpunkt des Skandals war ein Wettbetrüger aus Singapur.

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