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Fußball: Nun droht auch noch ein Doping-Skandal

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Versinkt auch der Fußball im Doping-Sumpf?

06.02.2013, 16:56 Uhr | dpa

Fußball: Nun droht auch noch ein Doping-Skandal. Es droht der nächste Skandal: Wird auch im Fußball flächendeckend gedopt? (Quelle: imago/BPI)

Es droht der nächste Skandal: Wird auch im Fußball flächendeckend gedopt? (Quelle: imago/BPI)

Dem internationalen Profifußball droht nach den Enthüllungen über Wettbetrug nun ein Doping-Skandal. Im Zuge des Madrider Prozesses um die "Operacion Puerto", in dem es eigentlich nur um Doping im Radsport gehen sollte, ist immer häufiger vom Fußball die Rede. Spaniens Antidoping-Agentur (AEA) hat eine Untersuchung beim Erstligisten Real Sociedad San Sebastian eingeleitet. Ex-Vereinspräsident Inaki Badiola hatte behauptet, vor seiner Amtszeit im Jahr 2008 habe der Klub verbotene Mittel beim Dopingarzt Eufemiano Fuentes gekauft und mit Schwarzgeld bezahlt.

Auf den Gerichtsfluren ist zudem vom AC Mailand die Rede. Den Schlüssel lieferte die Prozessunterlage Nummer 844 mit einer handschriftlichen Notiz, die dem Dopingarzt und Hauptangeklagten Fuentes zugeschrieben wird. Dort steht zwei Zeilen unter dem Kürzel "Rsoc", das mit Real Sociedad in Verbindung gebracht wird, der Vermerk "Milan". Neben den beiden Notizen findet sich die Abkürzung "IG", die laut der Ermittler für ein verbotenes Wachstumsmittel steht.

Wofür steht das Kürzel "Milan"?

"Nun fällt der Verdacht auch auf den AC Mailand", titelte die spanische Zeitung "El Periodico". Das Blatt wagt sich mit dieser Schlussfolgerung nur auf Grundlage des Vermerks weit vor. "Wer in Mailand soll damals einen spanischen Doktor Fuentes gekannt haben?", fragte dagegen der Mailänder "Corriere della Sera". "Weder in Italien noch in Spanien wurden in dieser Sache jemals Ermittlungen eingeleitet. Ein einziger Vermerk in Hunderten von Gerichtsakten dürfte dazu auch kaum ausreichen."

Fuentes hatte in seinen Aufzeichnungen den Kunden geheimnisvolle Namen gegeben, deren Bedeutung in vielen Fällen bis heute nicht dechiffriert wurden. "Milan muss keineswegs für den AC Mailand stehen", gab das Madrider Sportblatt "As" zu bedenken. "Milan kann auch das portugiesische Radsportteam Milaneza-Maia oder einen Sportler vom Balkan mit dem Vornamen Milan bezeichnen."

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San Sebastian im Visier

Der Verdacht gegen den spanischen Klub Real Sociedad scheint konkreter zu sein. Buchprüfer stellten nach Informationen der Zeitung "El Pais" in den Vereinsbilanzen des Jahres 2001 Ausgaben für Medikamente fest, deren Summe fast identisch ist mit den Einnahmen, die Fuentes verbucht hatte. Der Unterschied von 2,70 Euro sei darauf zurückzuführen, dass Fuentes noch in Pesetas gerechnet und bei der Umrechnung in Euro es nicht so genau genommen habe.

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