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Rütteln am spanischen Thron - Löws knifflige Mission

02.05.2013, 14:53 Uhr | dpa

Rütteln am spanischen Thron - Löws knifflige Mission. Joachim Löw war in Madrid dabei.

Joachim Löw war in Madrid dabei. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der deutsche Fußball rüttelt kräftig am spanischen Thron - für eine große und wirkliche Wachablösung muss allerdings Joachim Löw sorgen. Der Bundestrainer sieht in dem deutschen Champions-League-Finale in London einen weiteren Beschleuniger für den positiven Trend.

"Wir alle sind sehr glücklich mit dieser Konstellation, die den gesamten deutschen Fußball, aber auch jeden einzelnen Spieler in seiner Entwicklung weiter voranbringt", erklärte DFB-Chefcoach Löw, dem die Erfolge der Bundesliga-Clubs aber auch knifflige Missionen bescheren.

Kurzfristig muss Löw am 22. Mai mit einer Notmannschaft zu zwei Testländerspielen zum Saisonende in die USA reisen, da seine wichtigsten Spieler um Europas Krone streiten. Mittelfristig steht er noch mehr in der Pflicht, den internationalen Höhenflug der Münchner und Dortmunder bei der WM im kommenden Jahr in Brasilien mit seinen Nationalspielern in einen Titel zu verwandeln.

"Leider haben wir mit der Nationalmannschaft noch keinen Titel", bemerkte Bayern- und DFB-Torwart Manuel Neuer und ergänzte: Dass zwei deutsche Clubs nun im Champions-League-Finale stehen, "ist kein Zufall". Mit Blick auf die WM 2014 würde das Endspiel den Nationalspielern "enorm wertvolle Erfahrungen" bringen, "die für ein erfolgreiches Abschneiden beim Turnier in Brasilien notwendig sind", meinte DFB-Sportdirektor Robin Dutt.

Für Dutts Vorgänger Matthias Sammer ist der weltweit anerkannte und mit dem Champions-League-Erfolg nun belohnte Wandel auch Bestätigung für Kurskorrekturen, nachdem der deutsche Spitzenfußball nach drei Welt- und Europameistertiteln in ein tiefes Loch gerauscht war. "Es ist hart gearbeitet worden. In einer schwierigen Phase nach 2000 sind die richtigen Maßnahmen eingeleitet worden. Ich finde es grundsätzlich gut für den deutschen Fußball, dass sich diese harte Arbeit und die Maßnahmen jetzt mal auszahlen - wieder mit einem großen Titel", sagte Sammer.

Von einem neuen Machtverhältnis auf internationaler Bühne will der Sportvorstand des FC Bayern aber noch nicht sprechen. "Mit Wachablösung ein bisschen langsam", mahnte Sammer nach dem 3:0 der Münchner im Halbfinal-Rückspiel beim entzauberten FC Barcelona. "Das ist eine vorübergehende Bestandsaufnahme. Die Spanier werden sich ärgern und aufrüsten", erklärte auch der ehemalige DFB-Teamchef Franz Beckenbauer in Sky. Das bestätigte Barca-Star Xavi, der zuletzt an allen großen Erfolgen des spanischen Fußballs beteiligt war: Nun über eine Wachablösung zu diskutieren, sei nicht gerecht: "Das muss man erst einmal über zwei, drei Jahre sehen."

Der Stolz über die Dominanz der beiden deutschen Spitzenclubs gegen Real Madrid und Barcelona aber ist erst einmal allgegenwärtig. BVB-Coach Jürgen Klopp und Trainer-Fuchs Jupp Heynckes haben mit ihren Mannschaften gezeigt, wie man die Spanier nicht nur knacken, sondern förmlich entzaubern kann. "Sie waren insgesamt in ihren internationalen Spielen extrem dominant und haben vor allem Fußball modernster Prägung gezeigt", betonte Löw. "Das Spiel am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion wird als eine Sternstunde in die Fußball-Geschichtsbücher eingehen", jubelte DFB-Präsident Niersbach.

"Für den deutschen Fußball ist das eine grandiose Sache", sagte Heynckes. Bayerns Mittelfeld-Chef Bastian Schweinsteiger bescheinigte vor allem dem Endspiel-Kontrahenten BVB, für einen neuen Schub gesorgt zu haben. In den vergangenen Jahren habe es in der Entscheidungsphase der Champions League immer nur den FC Bayern gegeben: "Jetzt gibt es mit Dortmund noch eine deutsche Mannschaft. Für den deutschen Fußball ist das sehr gut, für die Bundesliga ist das sehr gut. Ich hoffe, dass noch die eine oder andere Mannschaft mit einsteigt in das Boot", sagte Schweinsteiger.

"Für Deutschland ist es einfach schön", betonte auch Bayern- und Nationalmannschafts-Kapitän Philipp Lahm: "Zwei deutsche Mannschaften sind die besten in Europa. Das zeigt die Klasse der Bundesliga." Für Thomas Bach, den Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), ist das Londoner Endspiel "ein großartiges Geschenk" zum 50. Geburtstag der Bundesliga und für den deutschen Sport insgesamt.

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