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Klinsmann nur noch DFB-Fan am TV - Visionen mit US-Team

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Klinsmann nur noch DFB-Fan am TV - Visionen mit US-Team

29.05.2013, 09:46 Uhr | dpa

Klinsmann nur noch DFB-Fan am TV - Visionen mit US-Team. Jürgen Klinsmann verfolgt das DFB-Team nur noch am TV.

Jürgen Klinsmann verfolgt das DFB-Team nur noch am TV. (Quelle: dpa)

Miami (dpa) - Er war der unbequeme Erneuerer, der jeden Stein im deutschen Fußball umdrehen wollte. Nicht alles gelang, aber vieles wurde verändert. Jetzt hat Jürgen Klinsmann seine neue Mission gefunden.

"Wir sind ehrgeizig, wollen uns die ersten zehn, 15 Nationen der Welt erschließen", erklärte der einstige Bundestrainer und jetzige Chefcoach der USA, der mit dem WM-Sommermärchen 2006 in seinem Geburtsland eine ganz neue Stimmung ausgelöst hatte.

"Jeder hat den deutschen Fußball im Herzen", bemerkte Klinsmann zu den Veränderungen in seiner Heimat, ohne die auch ein "German Final" in diesem Jahr im Londoner Wembleystadion kaum möglich gewesen wäre. Er selbst hatte den "unglaublich tollen" Champions-League-Sieg seines einstigen Clubs FC Bayern gegen Dortmund im Flieger von Los Angeles nach Cleveland im Bord-TV erlebt. "Viele haben daran gearbeitet, dass Deutschland wieder die absolute Weltspitze erreicht hat und Favorit ist auf den WM-Titel in Brasilien", sagte Klinsmann.

"Er ist ein Trainer mit wahnsinnigen Visionen, der klare Vorstellungen hat", sagte Joachim Löw, Klinsmanns einstiger Assistent und Nachfolger als Bundestrainer. "Ich habe von ihm viel gelernt. Er konnte delegieren und Verantwortung abgeben. Unsere Zusammenarbeit war absolut fruchtbar und extrem spannend", bemerkte Löw vor dem ersten sportlichen Aufeinandertreffen als Kontrahenten am Sonntag in Washington. Der Wahl-Amerikaner Klinsmann gegen den Weltmann Löw: "Ich freue mich riesig, die ganzen Jungs wiederzusehen, vor allen den Stab", sagte Ex-Weltmeister Klinsmann der Nachrichtenagentur dpa.

Die Mannschaft habe sich "ja verjüngt und verändert", seitdem er 2006 nach dem für ihn selbst enttäuschenden dritten Platz sein Amt an Löw weitergegeben hat, meinte Klinsmann (48). Der einstige Stürmer wollte als Bundestrainer nur eins: Weltmeister werden im eigenen Land. Das misslang. Seine Perspektive beim Blick auf den deutschen Fußball hat sich verschoben. "Da bin ich außen vor. Ich verfolge die Spiele im TV. Da bin ich nur noch Fan am Bildschirm und hoffe, dass der große Coup bei der WM gelingt. Es ist endlich Zeit dafür."

Mit den USA will Klinsmann auch zum WM-Turnier. Mit der Teilnahme hätte er schon seine wichtigste Aufgabe erreicht. "Wir sind so realistisch, dass wir im kommenden Jahr in Brasilien nicht im Halbfinale stehen", sagte der US-Coach: "Aber wir wollen nicht nur verteidigen gegen die großen Nationen, sondern uns annähern an die Großen." 2012, dem besten Jahr in der Länderspiel-Historie der USA überhaupt, gelang schon ein Sieg in Italien. Die Partie gegen Deutschland zum 100. Geburtstag des US-Verbandes möchte Klinsmann natürlich auch gern gewinnen.

"Es ist normal, dass die Amerikaner zu den Besten zählen wollen, ob in der Wirtschaft oder im Sport. Sie wollen nicht zu den Schlechten gehören. Auch wenn sie wissen, dass Fußball nicht ihre Sportart ist", beschrieb Klinsmann die Grundstimmung in seiner Wahlheimat: "Man hat den Ehrgeiz, mitzureden. Das ist ihr Naturell." Der Amerikaner sei eben nicht gern hinten dran. Auch deshalb muss Klinsmann den US-Soccer zur Weltmeisterschaft nach Brasilien bringen: "Das wird ihm gelingen", meinte Löw.

Klinsmann ist noch immer der Optimist, der Grenzen nicht oder nur schwer akzeptieren kann. Das gilt auch für seine Mission in den Vereinigten Staaten. "Es gibt ein riesengroßes Potenzial, in allen Bereichen von den Clubs über die Nachwuchsförderung bis zur A-Mannschaft. Der Fußball ist ein gigantischer Markt hier, auch wenn die großen Sportarten Football, Basketball, Eishockey und Baseball im Vordergrund stehen."

Die eigene Liga sei gesund und ziehe immer mehr Spieler auch aus Europa und Südamerika an. Zunehmend seien auch Spieler mit doppelten Staatsbürgerschaften für sein Nationalteam interessant. Fünf, sechs Fußball-Kanäle im TV würden die besten Ligen der Welt in die USA bringen. "Fußball ist präsent", betonte Klinsmann, der Erneuerer.

"Gerade beim DFB hat er neue Wege beschritten, die heute gang und gäbe sind", erinnerte Löw an Klinsmanns Verdienste: An Fitnesstrainer und Sportpsychologen zweifelt heute niemand mehr. Oft eckt Klinsmann an, nach außen ist er immer freundlich, aber intern knallhart.

Als er das erste Spiel der WM-Qualifikation mit dem US-Team gegen Honduras verlor, gab es sofort Kritik. Für Klinsmann nur Nebensache: "Es gab einen negativen Artikel nach dem ersten Spiel. Der ist multipliziert worden in Europa. Damit lebe ich schon lange." Er blickt konsequent nach vorne, als nächstes auf das Prestigeduell mit der deutschen Elf und auch Löw. "Es ehrt und freut uns", sagte er zur Gastrolle seines einstigen Teams in seiner Wahlheimat USA.

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