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Löw kontra Klinsmann: Keine Gastgeschenke

01.06.2013, 20:30 Uhr | dpa

Löw kontra Klinsmann: Keine Gastgeschenke. Bundestrainer Joachim Löw (M) beobachtet in der Sonne das Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Bundestrainer Joachim Löw (M) beobachtet in der Sonne das Training der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. (Quelle: dpa)

Washington (dpa) - Joachim Löw will seinem früheren Chef Jürgen Klinsmann zum US-Fußballjubiläum keinen Freundschaftsdienst erweisen. Für den letzten Kraftakt der Saison in der Nachmittagshitze von Washington hat sich der Bundestrainer mit seiner zweiten Garde ein klares Ziel gesetzt.

"Dass wir uns gegenüberstehen, sehen wir relativ entspannt. Aber natürlich wollen wir beide gewinnen", sagte Löw vor dem Prestigeduell des DFB-Teams am Sonntag in Washington gegen den Gastgeber.

Auf die extremen Witterungsbedingungen stimmte der Bundestrainer seinen 21-köpfigen Kader mit einer Einheit in der Mittagshitze (Ortszeit) ein. Eine knappe Stunde schwitzten Miroslav Klose & Co. im betagten Robert F. Kennedy Memorial Stadium in der prallen Sonne, dann war's genug. Lukas Podolski, Per Mertesacker oder auch Julian Draxler beglückten die einige hundert zuschauenden Fans danach mit Autogrammen. "Es ist heiß, dementsprechend schwer wird es", prophezeite Klose. Um 14.30 Uhr Ortszeit wird angepfiffen.

Nach den Trainingseindrücken wird Löw sein Team im Vergleich zum 4:2-Sieg im ersten Spiel der US-Tour in Florida gegen Ecuador auf fünf Positionen verändern. Neu in die Startelf kommen die beiden nachgereisten Klose und Sven Bender, der ins Mittelfeld rückt und seinen Zwillingsbruder Lars auf die rechte Abwehrseite verdrängt. In die Startformation rücken dazu die Leverkusener Stefan Reinartz und André Schürrle sowie Marc-André ter Stegen. Der Gladbacher darf im Tor beginnen. Eventuell werde er von Ron-Robert Zieler nach der Pause abgelöst, aber darauf wollte sich Löw "nicht hundertprozentig festlegen".

Klinsmann und Löw trafen sich am Freitagabend für eine halbe Stunde in Washington. "Das war sehr emotional", berichtete Löw von dem halbstündigen Treffen, an dem auch Teammanager Oliver Bierhoff und die deutschen Assistenztrainer Hansi Flick und Andreas Köpke teilnahmen. "Es war einfach schön, dass wir in der Runde mal wieder zusammensaßen." Seit August 2011 ist der Wahl-Amerikaner Klinsmann inzwischen Headcoach der USA. "Ich hoffe nicht, dass ich jubeln werde, wenn Deutschland ein Tor schießt", scherzte Klinsmann, der immer noch intensiv die Entwicklung des DFB-Teams verfolgt.

"Klar, hätten wir uns auch die großen Namen gewünscht", sagte der gebürtige Schwabe zur zweiten Besetzung des Löw-Teams, die bedingt ist durch die Verpflichtungen vieler Stars von Neuer über Götze bis zu Schweinsteiger im Champions-League-Endspiel und dem Pokalfinale am Samstagabend in Berlin zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart. "Aber um die vielen jungen, guten und hungrigen Spieler wird Deutschland von der ganzen Welt beneidet", ergänzte Klinsmann.

Der 48-Jährige geht "relativ gelassen" in das Kräftemessen mit seinem einstigen Assistenten Löw. "Bei einem Freundschaftsspiel ist das natürlich anders als bei einem WM-Spiel", sagte der US-Chefcoach. Der Weltmeister von 1990 versprach zum hundertjährigen Jubiläum des amerikanischen Verbandes eine Mannschaft, "die besser eingespielt sein wird" als beim jüngsten 2:4 im Test gegen Belgien. "Wir wollen Paroli bieten. Es ist einfach wichtig, sich mit guten Nationen zu messen", sagte Klinsmann.

Löw erwartet ein anderes Spiel als gegen Ecuador, vor vollem Haus mit 46 000 Zuschauern werde eine "super Atmosphäre herrschen". Im Fokus steht Miro Klose: Der 34-Jährige zieht bei seinem nächsten Treffer mit Rekordschütze Gerd Müller (68 Tore) gleich. "Mit dem Bomber gleichzuziehen, würde mir sehr viel bedeuten", sagte Klose voller Vorfreude auf sein 127. Länderspiel.

Besuch bekam das DFB-Team in Washington von Football-Profi Björn Werner, der in den USA bekannter ist als die meisten deutschen Fußballer. Der Berliner war im April als erster Deutscher schon in der ersten Runde der NFL-Talentauswahl von einem Team unter Vertrag genommen worden und spielt nun für die Indianapolis Colts. Podolski, Klose, Mertesacker seien in den USA ein Begriff, berichtete Werner: "Ansonsten kennt man nicht so viele Spieler hier. Es ist einfach so: Football, Basketball, Baseball, Eishockey zählen." Aber der Kenner des US-Sports hat eine klare Vorstellung davon, wie das Duell Klinsmann gegen Löw ausgehen wird: "Ich glaube, es wird ein sehr eindeutiges Spiel für Deutschland, so 3:0, 4:0."

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