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U21-EM 2013 in Israel: Zwischen Politik und Fußball

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U21-EM in Israel: Zwischen Politik und Fußball

04.06.2013, 09:57 Uhr | sid

U21-EM 2013 in Israel: Zwischen Politik und Fußball. UEFA-Präsident Michel Platini sieht der U21-EM in Israel zuversichtlich entgegen. (Quelle: imago/GEPA pictures)

UEFA-Präsident Michel Platini sieht der U21-EM in Israel zuversichtlich entgegen. (Quelle: GEPA pictures/imago)

Mit der U21-EM richtet Israel erstmals ein großes Fußball-Turnier aus. Die Vergabe des Wettbewerbs sorgte für Kritik an der UEFA, Sicherheitsbedenken gibt es bei den Teilnehmern aber kaum.

Am 17. November 2012 schlugen die Raketen in Israel ein. Die Behörden zählten 270 Geschosse von palästinensischer Seite, die Heimspiele der israelischen Erstligisten Hapoel Beer Sheva und MS Ashdod wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt. Zwei Tage später attackierten israelische F-16-Jets das Nationalstadion Palästinas in Gaza-Stadt. Fußball und Politik, in Israel lässt sich das nicht immer trennen.

Platini: "Die UEFA ist unpolitisch"

Das gilt auch für die U21-EM. Noch eine Woche vor Beginn gab es Kritik an der Vergabe. Die UEFA belohne das "krasse und gesetzwidrige Verhalten" Israels, das Land könne so von der "illegalen Besetzung von Gebieten Palästinas" ablenken, hieß es in einem offenen Brief in der englischen Tageszeitung Guardian. Unterschrieben war er unter anderem vom südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und Ex-Profi Frederic Kanouté.

An UEFA-Präsident Michel Platini perlt die Kritik ab. "Wir können nicht den israelischen Verband für die politische Situation in der Region verantwortlich machen. Die UEFA ist unpolitisch", betonte der Franzose im November. Damals hatten Kanouté und 52 weitere Spieler ihre Solidarität mit Palästina ausgedrückt. "Wir haben wegen der politischen Lage einige Briefe erhalten - so wie auch schon vor der EM 2012 in der Ukraine", sagte Platini.

Israels Präsident verspricht ein friedliches Turnier

Auch andere Fälle sorgten in Israels Fußball für Aufsehen. Etwa der von Palästinas Nationalspieler Mahmoud Sarsak, der auf dem Weg zum Training verhaftet wurde, drei Jahre in einem israelischen Gefängnis saß und erst nach 92 Tagen Hungerstreik entlassen wurde. Oder der vom Erstligist Beitar Jerusalem und seinen zum Teil rassistischen Fans: Als der Klub, in dessen Stadion das EM-Endspiel stattfinden wird, erstmals muslimische Spieler verpflichtete, brannte im Februar das Vereinsheim.

Doch das sind Extremfälle, die bei der EM nur eine Nebenrolle spielen sollen - wenn überhaupt. "Ich versichere Ihnen, dass es bei dem Turnier sicherer und ruhiger als bei einem Fußballspiel in London sein wird", sagte Israels Präsident Schimon Peres bei einem Treffen mit Platini. Zumindest in Tel Aviv, in dessen Großraum fast alle Spiele stattfinden, sollte das tatsächlich kein Problem sein. Allen Problemen zum Trotz führen Einheimische dort seit Jahren ein entspanntes Leben.

Syrien-Konflikt bereitet Sorgen

Auch die deutsche Mannschaft erlebte eine ruhige Zeit in Israel, als sie dort im März ihre EM-Generalprobe bestritt. "Es gab keinerlei Gefahr, alles war ruhig", sagt Verteidiger Tony Jantschke, der aber auch weiß: "Klar, der Süden ist rund um den Gazastreifen gefährdet, keine Frage. Das bekommt man auch oft genug mit. Aber weiter nördlich ist die Gefahr recht gering. Ich glaube nicht, dass sie dort größer ist als in irgendeinem anderen Land."

Zwei Sicherheitsmänner hatte der DFB dennoch an seiner Seite. Aktuell ist es der Syrien-Konflikt, der auch dem deutschen Team Sorgen bereitet. "Natürlich registriere ich das, wir leben ja nicht hinter dem Mond", sagt Trainer Rainer Adrion. "Als wir im März dort gespielt haben, war es noch relativ ruhig und wir haben nicht viel gemerkt. Jetzt gibt es die Situation mit Syrien. Ich hoffe, dass die Politiker die richtigen Entscheidungen treffen."

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