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"Freistoß-Spray" bei U20-WM stößt auf Unverständnis

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Deutsche Schiedsrichter halten nichts vom "Freistoß-Spray"

04.07.2013, 09:56 Uhr | t-online.de

"Freistoß-Spray" bei U20-WM stößt auf Unverständnis. Sieht aus wie Rasierschaum, ist aber nur das neue "Freistoß-Spray".  (Quelle: Reuters)

Sieht aus wie Rasierschaum, ist aber nur das neue "Freistoß-Spray". (Quelle: Reuters)

Sprühdosen bei Fußballspielen werden ja eher mit Verletzungen verbunden, wenn beispielsweise das Eisspray vom Mannschaftsarzt benutzt wird. Doch bei der U20-WM in der Türkei ist erstmals bei einem offiziellen Turnier der FIFA das sogenannte "Freistoß-Spray" zum Einsatz gekommen. Dabei sollen die Schiedsrichter im Falle eines gegebenen Freistoßes den Abstand der Mauer mit weißer Farbe auf dem Rasen kenntlich machen und einen entsprechenden Strich auf den Platz sprühen. Die Idee ist allerdings umstritten und stößt auch auf Unverständnis.

Das Spray soll den Spielern als Orientierungshilfe dienen und den Referees gleichzeitig helfen, falls sich die Spieler unerlaubt nach vorne bewegen. Neu ist diese Idee allerdings nicht, denn in Südamerika wird das Spray bereits seit Jahren auf dem Platz eingesetzt und gehört zum ständigen Begleiter der Unparteiischen. Auch beim Turnier um die "Copa America" im Jahr 2011 wurde damit schon experimentiert.

Schaum ist umweltverträglich und verschwindet nach kurzer Zeit

Der umweltverträgliche weiße Schaum auf Wasserbasis soll also für mehr Disziplin auf dem Platz sorgen. Nach spätestens 45 Sekunden verschwindet die Farbe wieder, damit keine Verwirrung auf dem Platz entsteht. Dennoch ist eine weltweite Einführung derzeit nicht geplant.

Deutsche Schiedsrichter lehnen Idee eher ab

In Deutschland stößt die Idee bei den Unparteiischen eher auf Ablehnung. "Das fehlt uns gerade noch. Demnächst laufen wir dann mit Rucksack auf und messen den Mauer-Abstand von 9,15 Meter mit dem Zentimetermaß nach", wird ein Bundesliga-Schiedsrichter auf "bild.de" zitiert.

"Grundsätzlich müssen wir aufpassen, dass unsere Schiedsrichter nicht mit technischen Hilfsmitteln überfrachtet werden. Am Ende ziehen sie Konzentration von der eigentlichen Aufgabe ab, Spielvorgänge zu beurteilen und Spiele mit Persönlichkeit zu leiten", sagte Lutz Michael Fröhlich, Leiter der DFB-Schiedsrichterabteilung.

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