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WM 2022: Zwanziger sieht Einheit des Fußballs in Gefahr

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WM-Vergabe an Katar ein "eklatanter Fehler"

24.07.2013, 11:00 Uhr | sid

WM 2022: Zwanziger sieht Einheit des Fußballs in Gefahr. Theo Zwanziger (li., im Gespräch mit FIFA-Boss Sepp Blatter) sieht in puncto WM 2022 noch viel Redebedarf.   (Quelle: imago/Ulmer)

Theo Zwanziger (li., im Gespräch mit FIFA-Boss Sepp Blatter) sieht in puncto WM 2022 noch viel Redebedarf. (Quelle: Ulmer/imago)

Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die WM-Vergabe an Katar als "eklatanten Fehler" bezeichnet und sieht durch die geplante Verlegung der Endrunde 2022 in den Winter die Einheit des deutschen Fußballs in Gefahr. 'Die WM-Verschiebung in den Winter greift tief in die Strukturen der europäischen Landesverbände, aber auch in den Amateurfußball in Deutschland ein. Eine Spielplanänderung betrifft ja nicht nur die Bundesliga, sondern setzt sich durch die Verzahnung mit Auf- und Abstieg nach ganz unten fort. Die Spielpyramide ist in Gefahr und damit die Einheit des deutschen Fußballs', sagte Zwanziger der "Sport Bild".

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Für die vielen Fans in Deutschland, die nicht nach Katar reisen, bedeute eine Winter-WM 2022 "Public Viewing auf Schlittschuhen bei Minus-Graden. Wenn die Entscheidung damals wirklich falsch war, muss man sie aufheben und darf durch eine WM-Verschiebung nicht neue Belastungen für bisher Unbeteiligte verursachen."

Zwanziger ist erfreut und erstaunt

Er sei zwar einerseits erfreut über die Kehrtwende des FIFA-Präsidenten Sepp Blatter, "weil dadurch deutlich wird, was für eine eklatante Fehlentscheidung" die Vergabe gewesen sei, sagte Zwanziger. Die Mehrheit des FIFA-Exekutivkomitees, dem auch er selbst angehört, habe gegen ein faires Vergabeverfahren verstoßen. Andererseits sei er "aber auch sehr erstaunt, dass eine Reihe von Leuten, die kurz nach der Entscheidung für Katar von Korruption gesprochen haben und das ganze Exko am liebsten erschossen hätten, jetzt sehr schnell einknicken. Was soll das?"

Blatter, Boss des Weltverbandes FIFA, hatte in der vergangenen Woche eine bemerkenswerte 180-Grad-Wende vollzogen. Der Schweizer sprach sich plötzlich eindeutig dafür aus, 2022 im kühleren Winter zu spielen. Eine WM im katarischen Sommer sei "nicht durchführbar", das Exekutivkomitee werde seinem Vorschlag sicherlich folgen.

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