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Kickers Offenbach: Razzia in Geschäftsstelle am Bieberer Berg

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Kickers Offenbach: Beamte durchsuchen Geschäftsstelle

08.08.2013, 16:51 Uhr | t-online.de, dpa, sid

Kickers Offenbach: Razzia in Geschäftsstelle am Bieberer Berg. Steuerfahnder haben die Geschäftsteller der Offenbacher Kickers im Sparda-Bank-Hessen-Stadion durchsucht. (Quelle: imago/Hartenfelser)

Steuerfahnder haben die Geschäftsteller der Offenbacher Kickers im Sparda-Bank-Hessen-Stadion durchsucht. (Quelle: Hartenfelser/imago)

Steuerfahnder nehmen die Profi-GmbH der Kickers Offenbach unter die Lupe. Kurz vor der Partie bei TSG 1899 Hoffenheim II in der Regionalliga Südwest haben Beamte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft die Geschäftsstelle am Bieberer Berg durchsucht. Dabei wurden hunderte von Aktenordnern in mehreren Fahrzeugen weggebracht, berichtet die "Offenbach-Post".

Hintergrund sind Ermittlungen wegen des Verdachts der Bilanzfälschung, Insolvenzverschleppung und Steuerhinterziehung gegen die ehemaligen Geschäftsführer Thomas Kalt und Jörg Hambücker sowie den aktuellen Kickers-Chef David Fischer. Dabei soll es sich um einen hohen sechsstelligen Betrag handeln.

Auch Autos und Wohnungen wurden durchsucht

Untersucht wird die wirtschaftliche Entwicklung des mit über neun Millionen Euro verschuldeten Traditionsvereins, dem vom Deutschen Fußball-Bund die Drittliga-Lizenz verweigert worden war. "Geprüft werden alle Geschäftsjahre seit dem Jahr 2010, die den Betrieb der Profi-Fußballabteilung betreffen", erklärte der hessische Klub in einer Pressemitteilung.

Nach Informationen der "Offenbach-Post" durchsuchten die teilweise bewaffneten Beamten sogar das vor dem Stadion geparkte Auto von Geschäftsführer Fischer. Auch die Privatwohnungen von Kalt und Hambückers standen im Blickpunkt. Dabei wurden Unterlagen und Laptops sichergestellt.

Verein will lückenlose Aufklärung

Auslöser des Einsatzes war die Selbstanzeige des langjährigen Vizepräsidenten Thomas Kalt. Der bis Juni 2012 amtierende Geschäftsführer des Regionalligisten wollte damit seine Unschuld an der drastischen Schuldenerhöhung der Offenbacher von 4,7 auf 9,1 Millionen Euro beweisen. "Dass von neutraler Seite Aufklärung betrieben wird", habe Kalt erreichen wollen.

Der Verein teilte mit, er habe alle vorhandenen Unterlagen zur Sichtung freigegeben. Man sei "selbstverständlich an einer lückenlosen Aufklärung der Vorwürfe interessiert", erklärte der Klub. Die aktuelle Geschäftsführung sowie Insolvenzverwalter Andreas Kleinschmidt würden mit den Ermittlungsbehörden eng zusammenarbeiten.

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