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Fußball  

Erster WM-Crashkurs für Özil & Co. gegen Paraguay

11.08.2013, 20:46 Uhr | dpa

Erster WM-Crashkurs für Özil & Co. gegen Paraguay. Für Bundestrainer Joachim Löw und sein Team beginnt mit dem Paraguay-Spiel die WM-Vorbereitung.

Für Bundestrainer Joachim Löw und sein Team beginnt mit dem Paraguay-Spiel die WM-Vorbereitung. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Der Bundestrainer bittet zum WM-Crashkurs: Im Schnellverfahren muss Joachim Löw Mesut Özil und Co. die erste Brasilien-Lektion vermitteln.

Nur 55 Stunden und eine ernsthafte Trainingseinheit bleiben dem DFB-Chefcoach bis zum Testländerspiel gegen Paraguay, wenn er am Montag kurz nach dem Mittagessen seine WM-Kandidaten am Rheinufer in Mainz versammelt. In intensiven Gesprächen will Löw seine Erfahrungen vom Besuch beim Confederations Cup weitergeben. Allen Nationalspielern soll gleich zum Saisonauftakt klar sein, was in zehn Monaten am Zuckerhut bei der körperlich wohl anspruchsvollsten WM auf sie zukommt.

"Wir dürfen nicht glauben, dass wir unsere eigenen Ideen in Brasilien einbringen wollen. Wir müssen uns an die Bedingungen anpassen. Wir müssen die Mannschaft auf das vorbereiten, was sie dort erwartet", sagte Löw. Von großer Hitze und extremen Reisestrapazen wird Löw Kapitän Philipp Lahm und dessen Kollegen berichten - und dem notwendigen Spagat, die eigene offensive Spielphilosophie auch bei den Verhältnissen im Land des Fußball-Rekordweltmeisters umsetzen zu können.

Als die Nationalspieler schon im Urlaub waren, hatte Löw im Juni als Kurzbesucher des WM-Testlaufs entsprechende Erfahrungen gesammelt. Fehlen wird beim Paraguay-Test aber Julian Draxler. Der Schalker erlitt beim 3:3 am Sonntag gegen den HSV einen Tritt gegen die Achillessehne. Dabei zog sich der 19-Jährige nach DFB-Angaben auch eine Schnittwunde zu. Eine Nachnominierung plane Löw "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht, hieß es vom Verband.

Was für Draxlers Kollegen auf dem Programm steht, ist klar. "Wir müssen die Automatismen schärfen und Stabilität erreichen. Wir müssen lernen, den Gegner frühzeitig zu attackieren. Diese Aggressivität müssen wir in der ganzen Mannschaft erreichen", sagte Löw. Auch Teammanager Oliver Bierhoff warnte im TV-Sender Sky erneut vor dem erwarteten Kraftakt im Sommer 2014: "Die Gewohnheit an das Land und die Reisen macht den Unterschied aus. Für die europäischen Mannschaften wird es ein anderes Ambiente."

Zum dritten Mal in Serie spielt die Nationalmannschaft nach dem 3:2 gegen Brasilien 2011 und dem 1:3 gegen Argentinien 2012 zum Saisonauftakt gegen ein Team aus Südamerika. Paraguay hat als Schlusslicht der Südamerika-Qualifikationsgruppe praktisch keine Chance mehr auf das WM-Ticket im Nachbarland, ist für Löw aber dennoch ein wichtiger Gegner. Einen weiteren Mosaikstein für die notwendige Anpassung an die südamerikanische Fußball-Kultur erhofft sich der Bundestrainer von der Partie am Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) in Kaiserslautern.

Persönlich machte sich der Bundestrainer am Freitagabend einen Eindruck von der Form der Nationalspieler vom FC Bayern München beim 3:1 gegen Mönchengladbach. Den Fünfer-Block von Borussia Dortmund schaute sich sein Assistent Hansi Flick beim 4:0 in Augsburg an. Gut gelaunte Schlüsselspieler kann Löw in Mainz erwarten. Ungewisser ist der Fitnesszustand der mittlerweile sieben Legionäre aus Italien, England und Spanien, die erst später in die Saison einsteigen und zudem gerade von teilweise anstrengenden Promotiontrips mit ihren Clubs in Übersee zurückkehrten.

Größere Erkenntnisse wird Löw auch beim ersten Training nicht bekommen. Die erste Übungseinheit in der WM-Saison wird zum Showact. Im Mainzer Bundesliga-Stadion dürfen die Fans am Montag zuschauen. 21 000 Karten sind schon vergeben, teilte der DFB am Sonntag mit. Sitzplätze gibt es keine mehr. "Das öffentliche Training ist für uns auch eine tolle Möglichkeit, uns bei den Fans für ihre großartige Unterstützung zu bedanken", sagte Bierhoff.

Unerwartete Unterstützung von Bierhoff bekam zum Saisonauftakt ein Spieler, der seit der WM 2010 nur noch Zuschauer ist. Stefan Kießling kann sich offenbar doch noch Hoffnung auf eine Rückkehr machen. "Joachim Löw hat gesagt, dass alle Türen offen sind. Es liegt am Spieler, sich aufzudrängen", bemerkte Bierhoff bei Sky. Zuletzt hatte Bundestrainer Löw auch dann auf den Bundesliga-Torschützenkönig verzichtet, wenn etatmäßige Sturmkräfte wie Miroslav Klose oder Mario Gomez ausgefallen waren. Kießling hatte auch zum Bundesliga-Auftakt am Samstag beim 3:1 von Bayer Leverkusen gegen Freiburg getroffen und damit im siebten Liga-Spiel in Serie ein Tor erzielt.

Im März hatte Löw deutlich gemacht, dass Kießling nicht dem Stürmertyp entspreche, mit dem er plane. Hinter Klose und Gomez gilt der Neu-Gladbacher Max Kruse als Stürmer Nummer drei im Nationalteam. "Kruse steht hoch im Kurs. Seine Chancen sind gestiegen", sagte Löw. Im Kader für das Paraguay-Spiel stehen wie erwartet die Italien-Legionäre Klose (Lazio Rom) und Gomez (AC Florenz).

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