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Fußball  

"Ewiger Miro" muss weiter warten

15.08.2013, 10:47 Uhr | dpa

"Ewiger Miro" muss weiter warten. Miroslav Klose ärgerte sich über eine vergebene Torchance.

Miroslav Klose ärgerte sich über eine vergebene Torchance. (Quelle: dpa)

Kaiserslautern (dpa) - Stefan Kuntz hatte ein richtig gutes Gefühl. Doch der Vorstandschef des 1. FC Kaiserslautern lag mit seiner Prognose daneben. Das ersehnte Rekordtor von Miroslav Klose im Fußball-Nationaltrikot wollte auch in der Pfälzer Heimat einfach nicht fallen.

"Sicher habe ich es mir ein bisschen anders vorgestellt. Ich hätte gerne getroffen und den Zuschauern das Tor geschenkt", sagte Klose nach dem 3:3 gegen Paraguay auf dem Betzenberg. Seit 10 Monaten steht die Zahl 67 für den Pfälzer Bub nun in der deutschen Bestenliste und der "ewige Miro" rangiert damit weiter einen Treffer hinter Rekordmann Gerd Müller.

Die Bühne hätte besser nicht sein können im Fritz-Walter-Stadion. Doch Klose nutzte seine großen Chancen nicht. "Ich hatte zwei gute Möglichkeiten. Einen Ball habe ich zu gut getroffen und einen gar nicht", erklärte der Wahl-Römer seine Missgeschicke gegen Paraguay. Die anhaltende Jagd auf die legendäre Bestmarke des Bombers der Nation und die Dauer-Diskussion, wann das Tor nun endlich fällt, stören den 35-Jährigen aber nicht. "Immer wenn Länderspiele sind, wird darüber geschrieben. Das nervt nicht", betonte er.

"Irgendwann wird der Rekord sowieso fallen", meinte Klose. Das denkt auch Bundestrainer Joachim Löw. "Der Miro spielt schon so viele Jahre für Deutschland. Er hat über 120 Länderspiele - wenn man diese Gesamtleistung sieht, dann ist das schon fantastisch", sagte Löw schon im Sommer über seinen Angreifer "erster Priorität".

Wie lange Klose schon dabei ist, wird auch daran deutlich, dass er als einziger des aktuellen DFB-Kaders beim zuvor einzigen Vergleich mit Paraguay (1:0) im WM-Achtelfinale 2002 schon dabei gewesen war. Im Spätherbst seiner Karriere ist der 128-malige Nationalspieler erstmal froh, dass "ich meine Chance noch habe."

Seine bislang letzten beiden Tore für Deutschland hatte Klose am 16. Oktober 2012 beim turbulenten 4:4 gegen Schweden in Berlin erzielt. Anschließend verpasste er verletzt vier Länderspiele in Serie und eines durch seinen Einsatz im italienischen Pokalfinale für Lazio Rom. Auf der Amerika-Tour schien dann im Juni schon alles bereitet für die allseits erwartete Rekordeinstellung, doch beim 3:4 gegen die US-Boys von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann gelang auch kein Treffer. Länger ohne Tor war Klose zuletzt zwischen September 2008 und August 2009 geblieben.

Klose geht in seine wohl letzte Saison auf internationalem Level. In Kaiserslautern wird er wohl nie wieder ein Länderspiel bestreiten. In seiner Heimat rollen sie ihm schon den roten Teppich aus, für einen Karriereausklang. "Es wäre schön, wenn er zurückkommen würde - möglichst gratis", sagte FCK-Boss Kuntz. Blaubach-Diedelkopf, wo Kloses Karriere begann, ist nur 40 Kilometer vom Betzenberg entfernt.

Doch Klose denkt noch in anderen Kategorien. "Die vierte WM zu spielen, ist ein großes Ziel. Man muss erstmal eine gute Saison spielen, dass man sich die Fitness und die Sicherheit holt für die WM. Und dann wird das Kapitel WM aufgeschlagen und man kann schauen, was da passiert", sagte er. Entscheidend wird für den Routinier sein, bei Lazio Rom ohne Blessuren durch die Spielzeit zu kommen. Klose ist auch gemeinsam mit Gerd Müller deutscher Rekordschütze bei WM-Turnieren. 14 Treffer stehen wie für den Bomber der Nation zu Buche. Diese Quote könnte Klose 2014 bei seiner vierten WM in Brasilien erhöhen und damit den Brasilianer Ronaldo als Rekordhalter einholen. Tor Nummer 68 für Deutschland soll aber schon vorher fallen - am besten schon in drei Wochen gegen Österreich in München. Da war Klose bei seinem Bayern-Engagement vier Jahre zuhause.

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